Phnom Kulen Wasserfall im Phnom Kulen Nationalpark bei Siem Reap in Kambodscha

Kambodscha · Backpacking-Guide

Siem Reap: Mein ehrlicher 5-Tage-Guide zu Angkor Wat und den Geheimtipps dahinter

Die Tempel von Angkor standen schon gefühlt ewig auf meiner persönlichen Reise-Wunschliste. Einmal selbst vor Angkor Wat stehen, diesen Ort sehen, den ich vorher nur aus Bildern, Dokumentationen und Reiseberichten kannte – das war tatsächlich schon immer ein kleiner Traum von mir.

Dauer5 Tage
Beste ZeitDezember bis März
HighlightsAngkor Wat, Ta Prohm, Phnom Kulen
KritikAngkor Wat sehr voll, aber Pflichtprogramm
WährungUS-Dollar (bar), Riel als Wechselgeld
SpracheKhmer, viel Englisch im Tourismus

Blick durch ein Tempelfenster auf Angkor Wat in Siem Reap
Ein besonderer Blick auf die berühmten Türme von Angkor Wat durch ein Fenster der Tempelanlage.

 


Von Simone · aktualisiert im August 2026 · ca. 13 Min. Lesezeit

Warum Siem Reap mehr ist als nur Angkor Wat

Die meisten planen ihre Reise rückwärts: Erst kommt Angkor Wat, dann kommt der Rest als Beiwerk. Dabei ist die kleine Stadt selbst der Grund, warum ich unbedingt ein weiteres Mal (und bald ein drittes Mal) nach Kambodscha wollte.
Bei unserem ersten Aufenthalt in Kambodscha haben wir nur  Siem Reap besucht. Vor dieser ersten Reise dachte ich: Viel mehr gibt es in Kambodscha ohnehin nicht zu sehen.
Aber bei diesem Aufenthalt in Siem Reap habe ich mich in Kambodscha verliebt. Die herzlichen Menschen, die entspannte Atmosphäre und die faszinierende Kultur haben mich so begeistert, dass für mich schnell feststand: Ich muss unbedingt noch einmal zurückkommen und das ganze Land bereisen.

  1. Die Siem Reap Highlights liegen erstaunlich dicht beieinander – der ganze archäologische Park lässt sich vom Zentrum aus in 20–40 Minuten Tuk-Tuk-Fahrt erreichen.
  2. Die Stadt ist günstig, ohne sich billig anzufühlen – ein Straßengericht kostet 1–3 US-Dollar, trotzdem gibt es eine erstaunlich gute Café- und Restaurantszene abseits der Touristenmeile.
  3. Die Menschen hier haben eine Gastfreundschaft, die nicht aufgesetzt wirkt – vielleicht, weil der Tourismus der Stadt buchstäblich wieder auf die Beine geholfen hat, nachdem sie jahrzehntelang isoliert war.
  4. Phnom Kulen und der Tonle-Sap-See zeigen ein ganz anderes Kambodscha – Dschungel, Wasserfälle, schwimmende Dörfer, nur eine Autostunde entfernt.
  5. Fünf Tage reichen, um wirklich anzukommen – nicht nur, um Häkchen zu setzen, sondern um zu verstehen, warum Reisende, die einmal hier waren, oft wiederkommen.
Angkor Wat in Siem Reap mit Spiegelung im Wasser
Angkor Wat – besonders schön ist die Spiegelung der Tempeltürme im Wasserbecken.

Meine Route: 5 Tage Siem Reap Tag für Tag

 

Tag 1 – Ankunft, APOPO und erstes Siem-Reap-Gefühl

Der Flughafen Siem Reap–Angkor liegt rund 45 Kilometer außerhalb der Stadt. Für die Fahrt ins Zentrum solltest du ungefähr eine Stunde einplanen. Ein Taxi kostet etwa 25–30 Euro, einige Hotels bieten allerdings einen kostenlosen Flughafentransfer an. Nachfragen lohnt sich also auf jeden Fall.

Wenn du wie wir von Phnom Penh nach Siem Reap weiterreist, ist der Bus eine gute und günstige Alternative. Anbieter wie Giant Ibis fahren die Strecke regelmäßig, die Fahrt dauert ungefähr sechs Stunden. Unsere Verbindungen buche ich meistens vorab über 12Go Asia.

Busverbindungen Phnom Penh → Siem Reap*

Den ersten Tag würde ich bewusst entspannt halten. Nach der Ankunft kannst du zunächst in Ruhe im Hotel einchecken und anschließend APOPO besuchen. Das Besucherzentrum ist eine etwas andere Sehenswürdigkeit in Siem Reap: Hier erfährst du, wie speziell trainierte afrikanische Riesenhamsterratten dabei helfen, Landminen und andere explosive Kriegsreste aufzuspüren. Bei einer geführten Tour bekommst du einen Einblick in ihre Arbeit und kannst die Tiere auch aus der Nähe sehen.

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Nachmittags-Tour zu den APOPO-Ratten + Phare Circus (optional)

 Triff die Heldenratten von APOPO  und runde den Abend mit einem optionalen Ticket für den berühmten Phare Circus ab.

Ansehen →

Danach bleibt noch genügend Zeit, um ohne großes Programm ein erstes Gefühl für Siem Reap zu bekommen. Schlendere durch die Altstadt, spaziere ein Stück am Fluss entlang und schau am Abend beim Old Market (Phsar Chas)vorbei. So startet die Reise ganz entspannt – denn bei tropischen Temperaturen und nach einer längeren Anreise muss der erste Tag noch nicht mit Tempeln vollgepackt sein.

Tag 2 – Die Tempel von Angkor: Unser Tagesausflug

Heute stand endlich das Highlight auf dem Programm, auf das ich mich schon so lange gefreut hatte: die Tempel von Angkor. Auf die klassische Sonnenaufgangstour haben wir allerdings verzichtet. Stattdessen haben wir ganz unkompliziert über unser Hotel einen Tuk-Tuk-Fahrer inklusive Guide für den ganzen Tag organisiert. Bezahlt haben wir dafür zusammen etwa 50 US-Dollar – und gerade beim ersten Besuch fand ich einen Guide wirklich hilfreich, weil man zwischen all den Tempeln, Geschichten und Details sonst schnell den Überblick verliert.

Für den Besuch der Tempelanlagen brauchst du zusätzlich den Angkor Pass. Diesen gibt es als 1-, 3- oder 7-Tages-Pass, je nachdem, wie intensiv du Angkor erkunden möchtest. Kaufen kannst du dein Ticket am offiziellen Angkor-Ticketschalter oder inzwischen auch digital über die Cambodia e-Arrival App, über die du unter anderem auch die Einreiseformalitäten erledigen kannst.

Unser erster und natürlich wichtigster Stopp war Angkor Wat. Und obwohl ich diesen Tempel vorher schon auf unzähligen Bildern gesehen hatte, war es noch einmal etwas völlig anderes, tatsächlich davorzustehen.
Danach ging es weiter durch das riesige Tempelareal, unter anderem zum Bayon-Tempel mit seinen berühmten riesigen Steingesichtern und zu Ta Prohm. Letzterer ist vor allem durch Tomb Raider bekannt geworden und sieht mit seinen gewaltigen Baumwurzeln, die sich über Mauern und durch die alten Ruinen ziehen, fast ein bisschen unwirklich aus.

Mein Tipp: Wenn du Angkor zum ersten Mal besuchst, lohnt sich ein Guide meiner Meinung nach sehr. Durch die Erklärungen bekommen viele Details eine ganz andere Bedeutung. Ein Tuk-Tuk  Fahrer, der dich bequem von Tempel zu Tempel bringt ist bei der kambodschanischen Hitze ebenfalls ein großer Vorteil.

Geheimtipp: Ta Prohm ist gegen Mittag mit Reisegruppen völlig überlaufen. Früh starten lohnt sich! Fahre gleich morgens – noch vor dem Bayon – dort hin. Dann hast du mit etwas Glück den berühmten Wurzeltempel für zehn, fünfzehn Minuten fast für dich allein. Genau umgekehrte Reihenfolge zu dem, was die meisten Tuk-Tuk-Fahrer vorschlagen.

Tag 3 – Der große Rundgang und Banteay Srei

Der zweite Tempeltag führte über den Grand Circuit: Preah Khan, Neak Pean, Pre Rup – deutlich ruhiger als der kleine Rundgang, weil die meisten Tagesgäste hier nicht mehr hinkommen. Nachmittags dann Banteay Srei, der rosafarbene Sandsteintempel mit den filigranen Schnitzereien, etwa 40 Minuten außerhalb. Klein, aber für mich der detailreichste Tempel der gesamten Anlage. Auch diesen Ausflug haben wir wieder mit Guide und TukTuk Fahrer über das Hotel gebucht.

Tag 4 – Phnom Kulen: Wasserfälle Tempel und heiliger Berg

An Tag 4 wollten wir noch einmal raus aus Siem Reap und haben einen Tagesausflug in den Phnom Kulen Nationalpark gemacht. Unsere Tour hatten wir vorab über GetYourGuide bei Breksa Travel gebucht und hatten mit unserem Guide Mister Mony wirklich Glück. Er war super nett, hat uns viel über die Geschichte und Bedeutung des heiligen Berges erzählt und den Ausflug dadurch noch einmal interessanter gemacht.

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Der Berg Kulen: Kleingruppentour und Picknick-Mittagessen

Besuche den Phnom Kulen Nationalpark und entdecke den Geburtsort des Angkor Reiches. Steige auf den Gipfel des Kulen-Berges, genieße die spektakuläre Aussicht, entspanne dich am Wasserfall und genieße ein Picknick.

Ansehen →

Der Phnom Kulen gilt als einer der heiligsten Orte Kambodschas und liegt etwas außerhalb von Siem Reap. Wichtig zu wissen: Der Eintritt ist nicht im Angkor-Pass enthalten, du brauchst für den Nationalpark also ein separates Ticket. Es kostet ca 20 Dollar, ist aber im Preis der Tour inklusive.

Einer unserer Stopps war der liegende Buddha von Preah Ang Thom, der direkt in einen riesigen Felsen gehauen wurde. Schon der Weg hinauf und die vielen Einheimischen, die zum Beten hierherkommen, zeigen schnell, dass Phnom Kulen nicht einfach nur eine weitere Sehenswürdigkeit ist, sondern bis heute eine wichtige religiöse Bedeutung hat.

Danach ging es zum berühmten Fluss der 1.000 Lingas. Im Flussbett befinden sich jahrhundertealte hinduistische Steinreliefs und unzählige kleine Lingas. Je nach Wasserstand sind die Schnitzereien mal besser und mal schlechter zu erkennen – trotzdem ist es ziemlich faszinierend, wenn man bedenkt, wie alt sie sind.

Fluss der 1.000 Lingas im Phnom Kulen Nationalpark bei Siem Reap
Der Fluss der 1.000 Lingas im Phnom Kulen Nationalpark mit jahrhundertealten Steinreliefs im Flussbett.
Spektakulärer Felsvorsprung mit Aussicht über den Dschungel im Phnom Kulen Nationalpark in Kambodscha
Spektakuläre Aussicht vom Felsvorsprung über die grüne Landschaft des Phnom Kulen Nationalparks.

Mein persönliches Highlight kam zum Schluss: der Phnom Kulen Wasserfall. Mitten im dichten Grün stürzt das Wasser in ein großes natürliches Becken, in dem du sogar baden kannst. Also unbedingt Badesachen einpacken! Gleichzeitig ist der Wasserfall für viele Kambodschaner ein spiritueller Ort, weshalb du hier auch Einheimische bei rituellen Waschungen beobachten kannst.

Wir waren Mitte November während des kambodschanischen Wasserfestes in Phnom Kulen unterwegs – und es war wirklich richtig voll.
Rund um das Wasserfest haben viele Kambodschaner frei und nutzen die Tage selbst für Ausflüge mit Familie und Freunden. Phnom Kulen ist als heiliger Ort und beliebtes Ausflugsziel dann besonders gut besucht. Falls deine Reise ebenfalls auf das Wasserfest fällt, solltest du dich also auf deutlich mehr Trubel einstellen. Gleichzeitig fanden wir es aber auch spannend, Phnom Kulen einmal nicht nur als Touristenattraktion, sondern als echten Ausflugsort der Einheimischen zu erleben.

Der Ausflug war eine richtig schöne Abwechslung zu den Tempeln von Angkor. Du bekommst an einem Tag Natur, kambodschanische Kultur, Religion und Geschichte geboten – und gerade nach mehreren Tagen voller Tempel tut ein bisschen Dschungel und Wasserfall ehrlich gesagt ziemlich gut.

Tag 5 – Lotus Silk Farm, Stadt und entspannter Abschied

Nach den vielen Tempeln darf der letzte Tag in Siem Reap noch einmal etwas ruhiger werden. Am Vormittag lohnt sich ein Besuch der Lotus Silk Farm, wo du einen spannenden Einblick in die Herstellung nachhaltiger Textilien aus Lotusfasern bekommst. Du siehst, wie aus den feinen Fasern der Lotusstängel in aufwendiger Handarbeit Stoffe entstehen – definitiv etwas anderes als die klassischen Sehenswürdigkeiten rund um Angkor.

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Lotus-Seidenfarm in Siem Reap – Erlebnis am See

Entdecke die Lotusseidenproduktion und gleite dann bei einer Bootstour durch atemberaubende Lotusfelder.
Eine friedliche Bootstour, traditioneller Tee und die heilige Blume Kambodschas.

Ansehen →

Zurück in Siem Reap kannst du anschließend durch Kandal Village schlendern. Das Viertel ist deutlich ruhiger als die Pub Street und mit seinen kleinen Cafés, Shops und Galerien perfekt für einen entspannten Nachmittag. Den letzten Abend lässt du gemütlich bei einem Essen am Fluss ausklingen.

Sehenswürdigkeiten in Siem Reap: Must-See, Geheimtipp und was du auslassen kannst

Must-See: Angkor Wat zum Sonnenaufgang, Ta Prohm früh am Morgen, Bayon mit den Steingesichtern, Banteay Srei für die Schnitzereien. Diese vier würde ich niemals streichen, egal wie knapp die Zeit ist.

Geheimtipp: Preah Khan und Neak Pean auf dem großen Rundgang – beeindruckende Tempel, an denen es meist deutlich ruhiger zugeht als bei den großen Angkor-Highlights. Auch der liegende Buddha am Wat Preah Ang Thom auf dem Phnom Kulen lohnt einen Stopp.
Abseits der Tempel haben uns außerdem APOPO, wo speziell trainierte Riesenhamsterratten bei der Minensuche eingesetzt werden, und die Lotus Silk Farm besonders gefallen. Dort kannst du sehen, wie in aufwendiger Handarbeit aus den feinen Fasern der Lotusstängel Stoffe entstehen. Zwei spannende Orte, die noch einmal eine ganz andere Seite von Siem Reap zeigen.

Essen & Trinken in Siem Reap

Die Pub Street – offiziell „Street 8“ – ist laut, bunt und ehrlich gesagt ziemlich touristisch. Trotzdem gehört ein Abend dort dazu, allein für die Atmosphäre, wenn die Straße ab 19 Uhr autofrei wird. Für alles andere bin ich lieber ein paar Minuten weitergelaufen.

🍜 Kuy Teav (Nudelsuppe) – auf und um den Alten Markt (Phsar Chas) gibt es morgens Stände, an denen vor allem Einheimische frühstücken, für 1–2 US-Dollar.
Flat White im Kandal Village – ruhige Cafés abseits der Pub Street, perfekt für den Vormittag nach einem frühen Tempeltag.
🥗 Fisch Amok – das kambodschanische Curry mit Fischfilet, im Bananenblatt gedämpft, gibt es fast überall, aber abseits der Hauptstraße meist authentischer.
🥙 Lady Khmer Kitchen – nur rund 100 Meter von der Pub Street entfernt, trotzdem spürbar khmerisch statt westlich angepasst. Sehr günstige Preise!
🍹 Happy Hour ab später Nachmittagszeit – Bierpreise fallen in vielen Bars gegen Abend deutlich, ein lokales Bier kostet dann teils nur wenige Cent bis rund einen Dollar.

Streetfood: Wer beim Straßenessen unsicher ist – Handschuhe des Verkäufers, getrennte Stationen für rohes und gegartes Essen, hoher Umsatz am Stand sind die Zeichen, auf die ich achte. Die Hygiene ist im Schnitt etwas simpler als in Thailand oder Vietnam, aber mit gesundem Menschenverstand hatte ich in fünf Tagen keinerlei Probleme.

Unterkunft in Siem Reap

Budget

Hostel-Bett im Dorm, oft mit Pool und Bar. Beliebte Anlaufstellen für Alleinreisende mit sozialem Flair.

ca. 9–12 $ / Nacht

z.B. The Twist – Lifestyle Hostel & Hotel
(bietet auch Doppelzimmer)

Mittelklasse

kleinere Hotels, mit Klimaanlag und Pool, oft in Gehweite zur Altstadt.

ca. 20–33 $ / Nacht

z.B. Khmer House Boutique 
         Homewood Hotel

Luxus 

Boutique-Hotels mit French-Colonial-Charme oder moderne Resorts mit großem Poolbereich.

ab ca. 70 $ / Nacht

z.B. Treeline Urban Resort 

Ich selbst habe im Khmer House Boutique übernachtet und mich dort sehr wohl gefühlt – nah genug an der Altstadt, um zu Fuß zu gehen, aber weit genug weg vom nächtlichen Lärm der Pub Street.  
Ich würde immer eine Adresse mit Pool wählen, bei der Hitze am Nachmittag ist das fast ein Muss, selbst wenn du nur noch eine Stunde am Pool verbringst.

Budget-Übersicht: Was 5 Tage Siem Reap wirklich kosten

Kategorie Sparsam Komfort
Unterkunft 9–12 $ 30–40 $
Essen (3 Mahlzeiten) 6–10 $ 15–25 $
Transport (Tuk-Tuk-Tag) 13–17 $ 25 $ (privater Fahrer)
Angkor-Pass (anteilig/Tag) ca. 21 $ (3-Tage-Pass) 37 $ (1-Tages-Pass)
Sonstiges (Getränke, Kleinkram) 5 $ 15 $

Mit rund 50 US-Dollar am Tag – inklusive Unterkunft, Essen, Transport und einem fairen Anteil für den Angkor-Pass – bin ich gut durchgekommen, ohne mir bei irgendetwas den Gürtel enger schnallen zu müssen. Der Angkor-Pass selbst ist mit 37 US-Dollar für einen Tag, 62 US-Dollar für drei Tage oder 72 US-Dollar für sieben Tage der mit Abstand größte Einzelposten – wer mehr als einen Tempeltag plant, für den lohnt sich der 3-Tage-Pass fast immer, weil die Preisdifferenz zum Einzelticket gering ist.

Praktische Infos für deine Reise nach Siem Reap

Visum: Für viele Nationalitäten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, ist ein E-Visum online im Voraus möglich, gültig für einen einmaligen Aufenthalt von rund vier Wochen. Die Kosten betragen ca 30 $
Dein Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Transport vor Ort: Tuk-Tuks sind das Rückgrat der Stadt, ein ganzer Tag für die Tempel kostet grob 13–17 US-Dollar – vorher verhandeln, am besten über die eigene Unterkunft einen festen Fahrer für mehrere Tage buchen.

Apps: Grab funktioniert für Tuk-Tuks und Motorrad-Taxis in der Stadt zuverlässig und macht Preisverhandlungen überflüssig.

Wichtig: In ländlichen Gebieten abseits der befestigten Wege gibt es in Kambodscha noch Landminen aus dem Bürgerkrieg. Bei Wanderungen zu abgelegenen Tempeln oder auf Phnom Kulen unbedingt auf markierten Pfaden bleiben. Und: Leitungswasser nicht trinken, überall gibt es günstiges Flaschenwasser.

Trinkgeld: In Restaurants sind rund 10 % üblich, wenn nicht bereits ein Servicezuschlag berechnet wurde. Tuk-Tuk-Fahrer und Guides freuen sich über ein paar Dollar am Tag – kein Muss, aber in der Reisebranche ein wichtiger Teil des Einkommens.

Gesundheit: Eine Auslandskrankenversicherung* mit Rücktransport ist dringend zu empfehlen, das medizinische Niveau vor Ort ist niedriger als in Europa und Behandlungen müssen meist sofort bar bezahlt werden.

 

Beste Reisezeit für Siem Reap: Monat für Monat

Ich bin bewusst in der Trockenzeit gereist – und würde es wieder so machen, mit einem kleinen Vorbehalt.

Dezember – Januar: Trockenste, angenehmste Zeit, um 25–30 °C, kaum Regen – aber auch Hauptsaison mit den meisten Reisebussen an den Tempeln.
Februar: Noch angenehm trocken, die Besucherzahlen beginnen langsam zu sinken – mein persönlicher Favorit im Rückblick.
März: Am Ende der Trockenzeit wird es spürbar heißer, teils schon über 33 °C – frühe Starts an den Tempeln werden fast zur Pflicht.

Packliste für Siem Reap

☑ Leichte, luftige Kleidung mit langen Ärmeln (Tempel-Dresscode: Knie und Schultern bedeckt)
☑ Bequeme, robuste Sandalen zum schnellen Aus- und Anziehen (viele Schreine barfuß)
☑ Hoher Sonnenschutz und Kopfbedeckung
☑ ggf. Stirnlampe für den Sonnenaufgang am Angkor Wat
☑ Wiederbefüllbare Trinkflasche (ggf. mit Filter)
☑ Leichter Regenschutz, auch außerhalb der Regenzeit
☑ Insektenschutz für Dschungelbereiche wie Phnom Kulen
☑ Bargeld in kleinen US-Dollar-Scheinen

Meine ehrliche Meinung zu Siem Reap

✓ Pro

  • Weltklasse-Tempel für kleines Geld
  • Gute Infrastruktur trotz Budget-Preisen
  • Überraschend gute Café- und Restaurantszene
  • Sicher genug für Alleinreisende

✗ Contra

  • Angkor Wat wirklich sehr voll (aber trotzdem sehenswert!)
  • Pub Street sehr touristisch, wenig authentisch
  • Hitze je nach Jahreszeit nicht zu unterschätzen

„Angkor Wat war so voll, wie ich es befürchtet hatte – und trotzdem eines der beeindruckendsten Dinge, die ich je gesehen habe. Manche Orte sind ihren Ruf einfach wert.“

Genau das ist meine ehrliche Kritik: Angkor Wat ist voll. Wirklich voll. Aber es ist eines der wenigen Weltwunder, bei denen ich sagen würde – geh trotzdem hin, plane es nur klug.  Das wahre Siem Reap zeigt sich erst, wenn man EINEN Tempel in Ruhe erlebt, bevor die Busse kommen, statt zehn im Vorbeigehen zwischen ihnen hindurch zu hetzen.

Häufige Fragen zu Siem Reap

Wie viele Tage sollte man für Siem Reap 3 Tage oder länger einplanen?

Drei Tage reichen für den kleinen und großen Tempel-Rundgang. Wer wie ich Phnom Kulen, einen Ruhetag und Zeit für die Stadt selbst möchte, sollte fünf Tage einplanen – so lässt sich die Hitze auch besser über den Tag verteilen.

Was kosten die Siem Reap Angkor Wat Tickets genau?

Der offizielle Angkor-Pass kostet 37 US-Dollar für einen Tag, 62 US-Dollar für drei Tage (nutzbar innerhalb von zehn Tagen) und 72 US-Dollar für sieben Tage. Kinder unter 12 Jahren zahlen nichts. Gekauft wird ausschließlich am offiziellen Ticketschalter oder online über die staatliche Verkaufsstelle – andere Anbieter sind nicht gültig.

Ist Siem Reap sicher, auch für Alleinreisende?

Ja, generell gilt die Stadt als sicher und ist bei Solo-Reisenden beliebt. Übliche Vorsicht bei Taschendiebstahl aus Tuk-Tuks oder von Rollern ist trotzdem sinnvoll, besonders abends auf belebten Straßen.

Lohnt sich Siem Reap auch mit wenig Zeit, zum Beispiel bei Siem Reap 3 Tage?

Absolut. Mit drei Tagen lassen sich Angkor Wat, Bayon, Ta Prohm sowie der große Rundgang gut abdecken. Für Phnom Kulen oder den Tonle-Sap-See sollte dann aber mindestens ein weiterer Tag dazukommen.

Welche Siem Reap Highlights darf man auf keinen Fall verpassen?

Für mich unverzichtbar: Angkor Wat, auch wenn es voll ist, der Wurzeltempel Ta Prohm früh am Morgen, die Steingesichter des Bayon und die filigranen Schnitzereien von Banteay Srei. Wer Zeit hat, ergänzt das um Phnom Kulen und den Tonle-Sap-See.

Kann man mit Kindern nach Siem Reap reisen?

Ja, viele Familien kommen her – Angkor Wat begeistert auch Kinder, und Kinder unter 12 Jahren zahlen keinen Eintritt. Wichtig ist, die Tempeltage kurz zu halten und genug Trinkpausen einzuplanen, die Hitze fordert kleine Reisende besonders.

🎒

Simone
reist seit Jahren mit knappem Budget durch Südostasien und hat Siem Reap mit dem Rucksack und ohne feste Pläne erkundet. Am liebsten schreibt sie über die Orte, die zwischen Sonnenaufgang und erstem Reisebus liegen.

 

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