Sonnenuntergang über Phnom Penh mit Blick vom Rooftop-Pool auf den Königspalast und die Skyline der kambodschanischen Hauptstadt

Phnom Penh Tipps: Lohnt sich Kambodschas Hauptstadt? Meine ehrliche Erfahrung

Chaos, hupende Tuk Tuks, Tempel, bewegende Geschichte und überraschend entspannte Abende. Das erwartet dich in Phnom Penh.

Bei unserem ersten Aufenthalt in Kambodscha verbrachten wir nur drei Tage in Siem Reap. Damals dachten wir: Viel mehr gibt es in Kambodscha ohnehin nicht zu sehen. Erst bei unserer zweiten Reise entdeckten wir mit diesen Phnom Penh Tipps, wie vielseitig und spannend die Hauptstadt wirklich ist.
Viele Reisende nutzen Phnom Penh nur als kurzen Zwischenstopp auf dem Weg in andere Regionen Kambodschas, meist nach Siem Reap oder Koh Rong. Schließlich reisen die meisten Touristen vor allem wegen Angkor Wat in das Land.

 

Bei unserem ersten Aufenthalt in Siem Reap habe ich mich in Kambodscha verliebt. Die herzlichen Menschen, die entspannte Atmosphäre und die faszinierende Kultur haben mich so begeistert, dass für mich schnell feststand: Ich muss unbedingt noch einmal zurückkommen und das ganze Land bereisen.

Der zweite Kambodscha-Trip begann deshalb in Phnom Penh. Ich war unglaublich gespannt, denn die Hauptstadt gilt nicht gerade als klassische Traumdestination in Südostasien. Umso neugieriger war ich, ob sie uns vielleicht doch überraschen würde.

Zwischen prachtvollen Tempeln, dem Königspalast und den bewegenden Erinnerungsorten der Roten Khmer entdeckten wir eine Stadt mit unglaublich vielen Gegensätzen. Tagsüber tauchst du tief in die Geschichte Kambodschas ein, während dich am Abend moderne Bars, stylische Restaurants und entspannte Night Markets erwarten.

Ein Highlight war für mich eine spontane Tuk Tuk Tour, die uns ein Fahrer direkt auf der Straße angeboten hatte. Anfangs waren ich ehrlich gesagt ziemlich skeptisch. Ist das seriös? Werden wir am Ende abgezockt? Dem war natürlich nicht so!

Falls du dich gerade fragst, ob sich Phnom Penh überhaupt lohnt, welche Sehenswürdigkeiten du nicht verpassen solltest und wie viele Tage ideal sind, findest du in diesem Artikel alle unsere persönlichen Phnom Penh Tipps.


Phnom Penh auf einen Blick

📍 Phnom Penh
Einwohner ca. 2,4 Millionen
Beste Reisezeit November bis Februar
Empfohlene Aufenthaltsdauer 2 bis 3 Nächte
Währung Kambodschanischer Riel (USD werden fast überall akzeptiert)
Fortbewegung Tuk Tuk, Grab oder zu Fuß
Highlight Königspalast, Killing Fields, Tuol Sleng Museum, Silk Island
Straßenszene in Phnom Penh mit Tuk Tuk, traditionellen Wohnhäusern und typischen Stromleitungen in Kambodscha
Typische Straßenszene im Herzen von Phnom Penh

Lohnt sich Phnom Penh überhaupt?

Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja!

Phnom Penh ist sicherlich keine Stadt, in die man sich auf den ersten Blick verliebt. Dafür ist sie zu laut, zu chaotisch und manchmal auch ziemlich hektisch. Genau das macht aber ihren besonderen Reiz aus.

In den vergangenen Jahren hat sich die kambodschanische Hauptstadt rasant verändert. Vor allem durch zahlreiche chinesische Investitionen sind moderne Hochhäuser entstanden, die heute das Stadtbild prägen. Dadurch treffen in Phnom Penh traditionelle Tempel, französische Kolonialbauten und glänzende Wolkenkratzer auf engstem Raum aufeinander – eine spannende Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart.

Besonders aufgefallen sind uns jedoch die Gegensätze, die man überall im Alltag spürt. An einer roten Ampel wartet neben unserem Tuk Tuk plötzlich ein nagelneuer Bentley oder Maserati. Während der Tuk-Tuk-Fahrer oft hart arbeitet, um seine Familie zu versorgen, sitzen direkt daneben Menschen in Luxusfahrzeugen. Solche Momente zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in Phnom Penh sein können.

Doch Phnom Penh ist weit mehr als nur eine Stadt voller Kontraste. Kaum ein anderer Ort in Südostasien verbindet eine so bewegende Geschichte mit prachtvollen Tempeln, modernen Cafés, Rooftop-Bars und einer überraschend entspannten Atmosphäre am Abend.

Wenn du Kambodscha wirklich verstehen möchtest, solltest du der Hauptstadt unbedingt ein paar Tage deiner Reise widmen.

Wie lange solltest du bleiben?

Eine der häufigsten Fragen lautet:

Wie lange sollte man für Phnom Penh einplanen?

Nach unserer Erfahrung sind 2 bis 3 Nächte ideal.

Viele Reisende bleiben lediglich eine Nacht und reisen am nächsten Morgen weiter. Das funktioniert zwar grundsätzlich, wird der Stadt aber überhaupt nicht gerecht. Wenn Phnom Penh auch nicht die schönste Stadt ist gehört sie auf deiner Kambodscha Reise auf alle Fälle dazu.

Mit zwei bis drei Übernachtungen hast du genügend Zeit, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Stress zu besuchen, gemütlich durch die Stadt zu schlendern und auch das moderne Phnom Penh kennenzulernen.

Unsere Hotelempfehlung in Phnom Penh

Während unserer Aufenthalte haben wir bereits zwei Mal im Glow Park Hotel übernachtet und würden es jederzeit wieder buchen.

Das moderne Hotel überzeugt vor allem durch seine hervorragende Lage. Viele Sehenswürdigkeiten wie der Königliche Palast, die Uferpromenade und zahlreiche Restaurants sind bequem zu Fuß oder mit einer kurzen Tuk-Tuk-Fahrt erreichbar.

Das absolute Highlight ist jedoch der Rooftop-Pool. Von hier aus hast du einen wunderschönen Blick über Phnom Penh bis hin zum Königlichen Palast. Nach einem langen Sightseeing-Tag gibt es kaum etwas Schöneres, als mit einem Drink am Pool zu entspannen und den Sonnenuntergang über der Stadt zu genießen.

Sonnenuntergang über Phnom Penh mit Blick vom Rooftop-Pool auf die Skyline der kambodschanischen Hauptstadt
Der Ausblick vom Rooftop-Pool des Glow Park Hotels auf die Skyline von Phnom Penh bei Sonnenuntergang.

Gerade wenn du zwei oder drei Nächte in Phnom Penh verbringst, ist das Glow Park Hotel unserer Meinung nach eine perfekte Wahl.


Die schönsten Phnom Penh Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Damit du dir einen schnellen Überblick verschaffen kannst, findest du hier meine persönlichen Highlights:

1. Königlicher Palast

Der Königspalast zählt zu den schönsten Bauwerken Kambodschas. Goldene Dächer, aufwendig verzierte Tempel und gepflegte Gartenanlagen machen den Palast zu einem absoluten Pflichtprogramm.

Besonders beeindruckend fand ich die ruhige Atmosphäre mitten in der sonst so lebhaften Hauptstadt.


2. Silberpagode

Direkt auf dem Gelände befindet sich die berühmte Silberpagode.

Sie verdankt ihren Namen den Tausenden silbernen Bodenplatten und beherbergt zahlreiche wertvolle Buddha-Statuen.


3. Tuol Sleng Genozid Museum

Während der Herrschaft der Roten Khmer wurden hier Tausende Menschen gefangen gehalten, gefoltert und später ermordet.

Der Besuch ist emotional schwer, vermittelt aber ein wichtiges Verständnis für die Geschichte Kambodschas.


4. Killing Fields

Gemeinsam mit dem Genozid-Museum gehören sie zu den wichtigsten Gedenkstätten des Landes.

Die Eindrücke sind kaum in Worte zu fassen und werden dir vermutlich noch lange nach deiner Reise im Gedächtnis bleiben.


5. Silk Island

Nur eine kurze Fährfahrt trennt dich vom hektischen Stadtleben.

Plötzlich fährst du durch kleine Dörfer, Reisfelder und traditionelle Seidenmanufakturen. Die Atmosphäre ist unglaublich ruhig und zeigt dir eine völlig andere Seite Kambodschas.


6. Golden Temple

Der prachtvolle Tempel liegt etwas außerhalb der Innenstadt und lässt sich perfekt mit einem Ausflug nach Silk Island kombinieren.

Die goldenen Verzierungen und die ruhige Lage machen ihn zu einem echten Geheimtipp.

7. Old Market (Phsar Chas)

Der Old Market gehört zu den ältesten Märkten Phnom Penhs und bietet einen authentischen Einblick in den Alltag der Einheimischen. Zwischen frischen Lebensmitteln, Streetfood, Souvenirs und kleinen Geschäften kannst du das bunte Markttreiben hautnah erleben.


8. Bassac Lane

Wenn du dich fragst, wo du abends hingehen solltest, haben wir einen ganz klaren Favoriten.

Bassac Lane.

Die kleine Gasse ist voller gemütlicher Bars, kleiner Restaurants und Live-Musik. Im Gegensatz zu vielen Partyvierteln wirkt hier alles deutlich entspannter.


Die bewegende Geschichte der Stadt

Tuol Sleng Genozid Museum – Ein Ort, den du nie vergessen wirst

Eines kann ich dir gleich vorweg sagen: Der Besuch des Tuol Sleng Genozid Museums (S-21) ist alles andere als leicht.

Wenn du Kambodscha wirklich verstehen möchtest, gehört dieser Ort meiner Meinung nach aber unbedingt dazu.

Tuol Sleng Genozid Museum (S-21) in Phnom Penh – ehemaliges Gefängnis der Roten Khmer in Kambodscha
Das Tuol Sleng Genozid Museum (S-21) erinnert an die Opfer der Roten Khmer und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh.

 

Das heutige Museum war früher eine Schule, bis sie während der Herrschaft der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 in eines der berüchtigtsten Gefängnisse des Landes umgewandelt wurde. Tausende Menschen wurden hier verhört, gefoltert und später in die Killing Fields gebracht.

Schon beim Betreten des Geländes herrscht eine bedrückende Stille.

In den ehemaligen Klassenzimmern stehen noch heute die einfachen Metallbetten, in denen Gefangene festgehalten wurden. Fotos, persönliche Geschichten und originale Räume machen das Ausmaß dieser schrecklichen Zeit greifbar.

Ehemalige Gefängniszellen im Tuol Sleng Genozid Museum (S-21) in Phnom Penh, Kambodscha
Die engen Gefängniszellen im Museum vermitteln einen bedrückenden Eindruck der Zeit unter der Herrschaft der Roten Khmer.

Unser Tipp: Buch unbedingt eine geführte  Tour

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Phnom Penh: Killing Field & Toul Sleng Genozid Museum Tour

Erfahre mehr über eine dunkle Zeit in Phnom Penh, die kambodschanische Geschichte, die Killing Fields und das Tuol Sleng Genocide Museum. Unser englischsprachiger Guide hilft dir, die Geschichte zu interpretieren.

Ansehen →

Er erzählt die Geschichten ehemaliger Gefangener und Überlebender und macht den Rundgang noch eindrucksvoller. Plane für den Besuch etwa zwei bis drei Stunden ein und nimm dir danach etwas Zeit, um die Eindrücke zu verarbeiten.


Die Killing Fields – Einer der bewegendsten Orte Kambodschas

Nach dem Besuch des Genozid-Museums ging es für uns weiter zu den Killing Fields von Choeung Ek, die rund 15 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums liegen.

Beide Sehenswürdigkeiten ergänzen sich perfekt und sollten deshalb möglichst am selben Tag besucht werden. Wir haben die Tour über GetYourGuide als Kombi gebucht.

Während du zwischen den Wegen läufst, erfährst du die Geschichten der Menschen, die hier ihr Leben verloren haben.

Besonders bewegend fanden wir die große Gedenkstupa, in der Tausende Schädel der Opfer aufbewahrt werden. Sie wurden nach und nach auf den Killing Fields ausgegraben, um ihnen einen würdevollen letzten Ruheort zu geben.

Gedenkstupa der Killing Fields von Choeung Ek in Phnom Penh, Kambodscha
Die Gedenkstupa von Choeung Ek erinnert an die Opfer der Roten Khmer und ist das zentrale Mahnmal der Killing Fields.

Die Dimensionen dieses Verbrechens sind kaum vorstellbar. Auf dem Gelände wurden so viele Menschen ermordet und verscharrt, dass die Bergungsarbeiten irgendwann eingestellt wurden. Bis heute befinden sich noch zahlreiche Opfer in der Erde. Besonders nach starken Regenfällen kommen immer wieder Knochen oder Kleidungsreste zum Vorschein – ein bedrückendes Zeugnis der Vergangenheit und eine eindringliche Erinnerung daran, was sich an diesem Ort ereignet hat.

Killing Tree auf den Killing Fields von Choeung Ek in Phnom Penh, Kambodscha
Der Killing Tree auf den Killing Fields von Choeung Ek ist heute ein bewegender Gedenkort für die Opfer der Roten Khmer.

Der sogenannte Killing Tree zählt zu den erschütterndsten Orten der gesamten Gedenkstätte. Während der Herrschaft der Roten Khmer wurden hier Menschen und sogar kleine Kinder auf grausamste Weise getötet. Heute erinnern unzählige Armbänder und andere Gedenkzeichen am Stamm an die Opfer und machen deutlich, welches unvorstellbare Leid sich an diesem Ort ereignet hat. Es ist ein stiller Ort des Gedenkens, der uns besonders berührt hat.

Ich möchte an dieser Stelle bewusst nicht zu sehr ins Detail gehen. Die Geschichte der Roten Khmer ist erschütternd und jeder erlebt den Besuch auf seine eigene Weise.

Für mich war es einer der emotionalsten Momente unserer gesamten Südostasienreise.

Phnom Penh: Killing Field & Toul Sleng Genozid Museum Tour*

Tipp: Plane nach diesem Tag kein weiteres volles Besichtigungsprogramm mehr ein. Die Eindrücke beschäftigen einen oft noch lange danach.


Der Königliche Palast – Phnom Penhs Wahrzeichen

Nach den vielen bewegenden Eindrücken zeigt Phnom Penh am Königlichen Palast eine ganz andere Seite.

Mit seinen goldenen Dächern, den gepflegten Gärten und den kunstvoll verzierten Gebäuden gehört der Königliche Palast zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Noch heute dient ein Teil des Palastes als offizielle Residenz des kambodschanischen Königs.

Schon beim Betreten des Geländes fällt auf, wie ruhig es hier im Vergleich zum geschäftigen Straßenverkehr vor den Mauern ist.

Zwischen Palmen, Tempeln und blühenden Gartenanlagen vergisst man schnell, dass man sich mitten in einer Millionenstadt befindet.

Modell von Angkor Wat im Königspalast von Phnom Penh, Kambodscha
Im Königspalast von Phnom Penh steht ein detailreiches Modell der berühmten Tempelanlage Angkor Wat – ein beeindruckender Vorgeschmack auf Kambodschas bekannteste Sehenswürdigkeit.

Die Silberpagode

Direkt auf dem Gelände befindet sich außerdem die berühmte Silberpagode.

Sie verdankt ihren Namen den mehr als 5.000 silbernen Bodenplatten, von denen allerdings nur ein kleiner Teil sichtbar ist, da viele zum Schutz mit Teppichen bedeckt sind.

Im Inneren befinden sich zahlreiche kostbare Buddha-Statuen, darunter eine lebensgroße Statue aus Gold, die mit Tausenden Diamanten verziert ist.

Selbst wenn du auf deiner Reise bereits viele Tempel besucht hast, lohnt sich ein Rundgang.

Wat Phnom – Der Tempel, dem Phnom Penh seinen Namen verdankt

Ein weiterer Ort, den du dir nicht entgehen lassen solltest, ist der Wat Phnom. Der Tempel liegt auf einem kleinen Hügel und gilt als der Gründungsort der kambodschanischen Hauptstadt. Tatsächlich verdankt Phnom Penh diesem Tempel sogar seinen Namen.

Oben angekommen erwartet dich eine ruhige Atmosphäre mit einer schönen Tempelanlage, vielen Gebetsstätten und einer tollen Aussicht auf die Umgebung. Rund um den Hügel laufen häufig Affen frei herum und in den Bäumen tummeln sich zahlreiche Vögel.

Für den Besuch solltest du etwa 30 bis 60 Minuten einplanen. Besonders am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang ist die Stimmung hier besonders angenehm.


Unser schönster Ausflug: Mit dem Tuk Tuk zur Silk Island

Ein besonderes Highlight war für uns eine spontane Tuk Tuk Tour zur Silk Island und zum Golden Temple, die uns ein Fahrer direkt auf der Straße angeboten hatte. Anfangs waren wir ehrlich gesagt ziemlich skeptisch. Ist das seriös? Werden wir am Ende abgezockt?

Rückblickend war genau das eine der besten Entscheidungen unserer Reise. Unser Fahrer war unglaublich freundlich und bemüht. Er brachte uns ganz entspannt zur Seideninsel, erklärte uns unterwegs immer wieder etwas über das Leben in Kambodscha und wir konnten so die Umgebung ganz ohne Zeitdruck erkunden und bekamen gleichzeitig einen authentischen Einblick in das Leben außerhalb der Hauptstadt.

Falls dich unterwegs ebenfalls ein Fahrer anspricht, musst du also nicht automatisch ablehnen. Natürlich solltest du den Preis vorher vereinbaren, aber unsere Erfahrung war durchweg positiv.

Alternativ kannst du auch vorab eine Tour  (z.B mit dem Rad) über GetYourGuide buchen.

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Phnom Penh: Seideninsel-Tour mit dem Fahrrad/E-Bike oder Tuk-Tuk

Entfliehe dem hektischen Treiben in Phnom Penh und begib dich auf eine Halbtagestour oder Ganztagestour mit einem Guide auf dem Land. Radle zur Mekong-Insel, während du durch ruhige Nebenstraßen, Obstgärten und Gärtnereien fährst.
 

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Eine völlig andere Seite von Phnom Penh

Auf der Insel verschwindet der dichte Verkehr, stattdessen führen kleine Straßen vorbei an traditionellen Stelzenhäusern, Reisfeldern und Palmen.

Auf der Insel kannst du kleine Seidenmanufakturen besuchen und beobachten, wie aus den feinen Seidenfäden auf traditionellen Webstühlen wunderschöne Stoffe entstehen. Wenn du die Tour ohne TukTuk Fahrer machst kannst du dir auf der Insel auch ein Rad ausleihen und mit dem Rad die Insel erkunden.

Alles wirkt deutlich ruhiger und ursprünglicher als im Stadtzentrum. Genau dieser Kontrast hat uns begeistert.

Für uns war dieser Ausflug eine perfekte Abwechslung nach den historischen Sehenswürdigkeiten von Phnom Penh.

Traditionelle Seidenherstellung auf Silk Island bei Phnom Penh – Auskochen der Seidenkokons in Kambodscha
Bei der traditionellen Seidenherstellung werden die Seidenkokons zunächst in heißem Wasser ausgekocht, bevor die feinen Seidenfäden weiterverarbeitet werden.

Golden Temple – Ein echter Geheimtipp

Auf dem Rückweg machten wir noch Halt am Golden Temple, der ebenfalls Teil unserer Tuk-Tuk-Tour war.

Goldene Verzierungen, kunstvolle Dächer und eine unglaublich ruhige Atmosphäre machen diesen Ort zu einem echten Geheimtipp.

Während unseres Besuchs waren nur wenige andere Touristen dort. Dadurch konnten wir den Tempel ganz in Ruhe erkunden und die besondere Stimmung genießen.

Gerade wenn du ohnehin einen Ausflug zur Silk Island planst, solltest du den Golden Temple unbedingt mit einbauen. Beide Sehenswürdigkeiten lassen sich perfekt miteinander verbinden und gehören für uns zu den schönsten Phnom Penh Tipps abseits der klassischen Touristenroute.

Golden Temple bei Phnom Penh in Kambodscha – prachtvoller buddhistischer Tempel mit goldener Treppe
Der Golden Temple ist einer der weniger bekannten Tempel rund um Phnom Penh und lässt sich ideal mit einem Ausflug zur Silk Island verbinden.

Old Market (Phsar Chas) – Authentisches Markttreiben mitten in Phnom Penh

Wenn du das alltägliche Leben in Phnom Penh erleben möchtest, solltest du dem Old Market (Phsar Chas) einen Besuch abstatten. Die historische Markthalle gehört zu den ältesten Märkten der Stadt und bietet einen spannenden Einblick in den Alltag der Einheimischen.

Zwischen den engen Gängen findest du frisches Obst und Gemüse, Gewürze, Fleisch, Fisch, Kleidung, Plagiate, Souvenirs und Elektro Artikel. Hier geht es deutlich ursprünglicher und authentischer zu als auf den modernen Night Markets.

Am Besten einfach durch die Markthalle schlendern und das bunte Treiben beobachten. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu entdecken – vom Duft exotischer Gewürze bis hin zu kleinen Garküchen, in denen traditionelle kambodschanische Gerichte frisch zubereitet werden.

Tipp: Besuche den Old Market am besten am Vormittag. Dann herrscht das meiste Leben und du erlebst den Markt in seiner authentischsten Form. Wenn du auf der Suche nach Souvenirs bist, lohnt sich ein Preisvergleich mit den umliegenden Ständen, denn ein wenig Verhandlungsgeschick gehört hier einfach dazu.

Wenn sich nach einem Shopping Vormittag langsam wieder der Hunger meldet, kannst du dir eine süße Mango oder eine eiskalte Kokosnuss als Snack holen.

Old Market (Phsar Chas) in Phnom Penh mit frischen Lebensmitteln und Marktständen in Kambodscha
Im Old Market (Phsar Chas) erlebst du das authentische Alltagsleben in Phnom Penh zwischen frischen Lebensmitteln, Gewürzen und kleinen Marktständen.

Phnom Penh Tipps für den Abend

Nach einem Tag voller Eindrücke kannst du dich auf einen entspannten Abend freuen. Phnom Penh hat uns gerade nach Sonnenuntergang überrascht. Statt überfüllter Partymeilen erwarten dich gemütliche Bars, moderne Night Markets und eine lockere Atmosphäre.

Natürlich gibt es auch Straßen, in denen bis spät in die Nacht gefeiert wird. Wir haben jedoch eher die entspannte Seite der Stadt gesucht – und genau die hat uns richtig gut gefallen.


Bassac Lane – Mein Lieblingsort am Abend

Wenn wir dir nur einen einzigen Tipp für den Abend geben dürften, wäre es ganz klar die Bassac Lane.

Versteckt zwischen den Hauptstraßen liegt eine kleine Gasse voller gemütlicher Bars, Restaurants und Cafés. Bunte Lichterketten, Musik aus den Lokalen und eine entspannte Stimmung sorgen dafür, dass man hier problemlos mehrere Stunden verbringen kann. Einige Lokale haben Balkone von welchen man wunderbar das Bunte Treiben unten auf der Straße beobachten kann.

Mir hat besonders gefallen, dass die Bassac Lane zwar lebendig ist, aber längst nicht so laut und überlaufen wirkt wie viele andere Ausgehviertel in Südostasien.

Hier sitzen Einheimische und Reisende gemeinsam bei einem Cocktail oder einem kühlen Bier zusammen. Oft spielt Live-Musik und trotzdem kann man sich noch ganz entspannt unterhalten.

Für uns war das der perfekte Abschluss eines langen Sightseeing-Tages.


Foodmarks Night Market – Modern und noch ein echter Geheimtipp

Eine echte Überraschung war für uns der Foodmarks Night Market.

Während viele Reisende nur den bekannten Night Market (in der Nähe des Old Market) besuchen, sind wir eher zufällig auf diesen modernen Streetfood-Markt gestoßen.

Alles ist sauber, modern und liebevoll gestaltet. Zwischen den verschiedenen Essensständen gibt es viele gemütliche Sitzmöglichkeiten, stimmungsvolle Beleuchtung und eine angenehme Atmosphäre.

Besonders schön fand ich, dass hier noch vergleichsweise wenige Touristen unterwegs waren. Stattdessen trifft man viele Einheimische, die sich mit Freunden oder der Familie zum Essen treffen.

Wenn du gerne verschiedene Gerichte probierst, solltest du hier unbedingt einen Abend einplanen.


Phnom Penh Night Market

Natürlich haben wir uns auch den klassischen Phnom Penh Night Market (beim Old Market) angesehen.

Er liegt direkt am Fluss und ist besonders bei Sonnenuntergang gut besucht.

Hier findest du Souvenirs, Kleidung, Snacks und verschiedene Streetfood-Stände.

Uns persönlich hat der Markt zwar gefallen und wir fanden ihn für einen Abend durchaus sehenswert, allerdings hat er uns nicht so begeistert wie der Foodmarks Night Market.

Wenn deine Zeit knapp ist und du dich zwischen beiden entscheiden musst, würden wir deshalb den Foodmarks Night Market bevorzugen.


Spaziergang an der Uferpromenade

Falls du nach dem Abendessen noch etwas spazieren möchtest, kann ich dir die Promenade entlang des Tonlé-Sap- und Mekong-Flusses empfehlen.

Vor allem nach Sonnenuntergang herrscht hier eine entspannte Stimmung. Einheimische treffen sich zum Sport, Familien sitzen zusammen am Wasser und Straßenkünstler sorgen immer wieder für Unterhaltung.

Es ist der perfekte Ort, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen und das alltägliche Leben in Phnom Penh zu beobachten.

Ich hatte im Vorfeld gelesen dass die Uferpromenade und generell Phnom Penh nicht ungefährlich sein soll. Das kann ich allerdings nicht bestätigen. Wir haben uns zu jeder Zeit wohl und sicher gefühlt. Natürlich würde ich raten wie in jeder größeren Stadt immer auf seine Wertsachen acht zu geben.

Sonnenuntergang auf dem Mekong – Phnom Penh vom Wasser erleben

Wenn du den Tag entspannt ausklingen lassen möchtest, kann ich dir eine Bootsfahrt auf dem Mekong empfehlen.

Am Abend geht die Sonne langsam über der Skyline von Phnom Penh unter und die Stadt zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Während die ersten Lichter der Hochhäuser angehen und die Uferpromenade zum Leben erwacht, gleitet das Boot gemächlich über den Fluss.

Viele Touren bieten Getränke oder sogar ein Abendessen an. Wir fanden die entspannte Atmosphäre an Bord besonders schön. Nach einem Tag voller Sightseeing und bewegender Eindrücke ist eine Fahrt auf dem Mekong die perfekte Gelegenheit, Phnom Penh noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben.

Unser Tipp: Buche möglichst eine Tour kurz vor Sonnenuntergang. So kannst du sowohl das warme Abendlicht als auch die beleuchtete Skyline genießen.

Abendliche Bootsfahrt auf dem Mekong mit Blick auf die beleuchtete Skyline von Phnom Penh
Die beleuchtete Skyline von Phnom Penh während einer entspannten Bootsfahrt auf dem Mekong am Abend.

Meine persönlichen Phnom Penh Tipps

Zum Abschluss möchte ich dir noch ein paar Dinge mitgeben, die ich vor unserer Reise gerne gewusst hätten.

Plane mindestens zwei bis drei Nächte ein

Viele Reisende bleiben nur eine Nacht in Phnom Penh. Meiner Meinung nach ist das viel zu wenig.

Erst mit etwas mehr Zeit kannst du neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch die entspannte Seite der Stadt kennenlernen.


Nutze Tuk Tuks und die Grab App

Die Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten sind oft größer als gedacht.

Tuk Tuks sind günstig, unkompliziert und gehören einfach zu einer Reise nach Phnom Penh dazu.

Unser Tipp: Vereinbare den Preis immer vor der Fahrt oder nutze am Besten die Grab-App, wenn du lieber einen festen Fahrpreis möchtest.
Weitere Vorteile der Grab App: Du brauchst kein Bargeld, es ist günstiger und der Fahrer wird einfach zum eingegebenen Ziel gelotst.

Bargeld in kleinen Scheinen

Uns ist mehrfach aufgefallen, dass viele Tuk-Tuk-Fahrer nur wenig Wechselgeld dabeihatten. Kostete eine Fahrt beispielsweise 3 US-Dollar und wir bezahlten mit einem 5-Dollar-Schein, musste der Fahrer häufig erst bei anderen Fahrern oder umliegenden Verkäufern nach Wechselgeld fragen.

Unser Tipp: Nimm möglichst viele kleine Dollar-Scheine mit. Das macht das Bezahlen für beide Seiten deutlich einfacher und erspart dir unnötige Wartezeit.
Auch in Restaurants solltest du nicht mit zu großen Scheinen bezahlen.


Lass dich nicht vom ersten Eindruck abschrecken

Phnom Penh wirkt auf den ersten Blick laut, chaotisch und manchmal etwas überwältigend.

Genau so ging es auch uns.

Doch je länger wir dort waren, desto mehr haben wir die Stadt ins Herz geschlossen.


Achte auf angemessene Kleidung

Für Tempel und den Königspalast sollten Schultern und Knie bedeckt sein.

Gerade bei den tropischen Temperaturen lohnt sich deshalb leichte, luftige Kleidung.


WTF-Fakt 🤯

Wusstest du, dass Phnom Penh früher als „Perle Asiens“ bezeichnet wurde?

In den 1950er- und 1960er-Jahren galt die Stadt als eine der schönsten und modernsten Metropolen Südostasiens. Erst die Herrschaft der Roten Khmer veränderte Phnom Penh für viele Jahre grundlegend.

Heute entwickelt sich die Hauptstadt rasant weiter. Moderne Hochhäuser, luxuriöse Hotels und elegante Einkaufszentren entstehen direkt neben historischen Tempeln und traditionellen Märkten. Genau diese Gegensätze machen Phnom Penh für uns so spannend.

Wir waren die letzten Jahre mehrmals in Phnom Penh und die Stadt verändert sich wirklich extrem schnell!


Unser Fazit: Lohnt sich Phnom Penh?

Definitiv ja!

Phnom Penh ist keine Stadt, die dich mit traumhaften Stränden oder spektakulären Aussichtspunkten empfängt. Stattdessen erzählt sie Geschichten. Geschichten von einer bewegenden Vergangenheit, von beeindruckender Kultur und von Menschen, die uns mit ihrer Herzlichkeit immer wieder begeistert haben.

Gerade diese Mischung aus Geschichte, prächtigen Tempeln, modernen Vierteln und authentischem Alltag macht Phnom Penh zu einem Reiseziel, das mich deutlich positiver überrascht hat, als ich erwartet hatte.

Wenn du Kambodscha wirklich kennenlernen möchtest, solltest du der Hauptstadt unbedingt zwei bis drei Nächte geben. Besuche den Königspalast, nimm dir Zeit für das Genozid-Museum und die Killing Fields, entdecke die Silk Island mit dem Tuk Tuk und genieße den Abend in der Bassac Lane oder auf einem der Night Markets.

Für mich war Phnom Penh viel mehr als nur ein Zwischenstopp – und genau deshalb würden wir jederzeit wiederkommen.

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