Rundreise Peloponnes Acrocorinth Korinth

Peloponnes Rundreise:
Die perfekte Route mit Athen in 8 Tagen (+ Geheimtipps)

Eine Peloponnes Rundreise gehört für uns zu den schönsten Roadtrips in Griechenland.
Acht Tage lang haben wir antike Ausgrabungsstätten, traumhafte Strände und charmante Küstenorte entdeckt.
In diesem Artikel zeigen wir dir unsere komplette Peloponnes Rundreise mit Athen, geben praktische Reisetipps und verraten dir echte Geheimtipps zum Nachreisen.

Für unsere Reise wollten wir aber mehr als nur Athen sehen. Also haben wir uns für eine Peloponnes Rundreise entschieden. Und genau das würden wir jederzeit wieder machen!

Griechenland stand schon lange auf unserer Wunschliste. Nicht nur wegen der traumhaften Strände oder dem unglaublich leckeren Essen, sondern vor allem wegen der Geschichte. Schließlich gibt es kaum ein Land in Europa, das so viele beeindruckende antike Stätten zu bieten hat.

Dich erwarten imposante Ausgrabungsstätten, mittelalterliche Festungen, kleine Küstenorte, einsame Strände, eine Höhle direkt am Meer und sogar versunkene Ruinen, durch die du schnorcheln kannst. Klingt verrückt? Gibt es aber wirklich!

Das Beste daran: Viele dieser Orte sind noch echte Geheimtipps und deutlich entspannter als die bekannten Inseln Griechenlands.

Wenn du gerade überlegst, wie du deine Peloponnes Rundreise planen sollst, findest du hier unsere komplette Route inklusive Fahrzeiten, Eintrittspreisen, Öffnungszeiten, Hotels und vielen persönlichen Tipps, die wir unterwegs gesammelt haben.

Das erwartet dich: Peloponnes-Rundreise in 8 Tagen

Tag Aktivitäten
Tag 1 ✈️ Flug nach Athen
🚗 Mietwagen abholen
🛣️ Fahrt nach Nafplio
🌅 Erster Spaziergang durch die Altstadt
Tag 2 🏛️ Mykene erkunden
🏺 Heraion von Argos
🤿 Versunkene Ruinen bei Epidaurus entdecken
Tag 3 🕳️ Doline von Didima
🥾 Wanderung zur Franchthi-Höhle
🏖️ Entspannen am Strand
Tag 4 🏛️ Sparta besuchen
⛪ Die Ruinenstadt Mystras erkunden
📸 Traumhafte Ausblicke genießen
Tag 5 🏺 Antikes Korinth
🏰 Festung Acrocorinth
🌉 Kanal von Korinth
🚗 Rückfahrt nach Athen
Tag 6 🏛️ Akropolis besuchen
🏊 Entspannen am Dachpool
🌅 Sonnenuntergang auf dem Hügel der Nymphen
🍸 Cocktail im Attica Urban Rooftop
Tag 7 🏘️ Durch Plaka schlendern
🤍 Anafiotika entdecken
🍽️ Griechische Küche genießen
🏊 Erholung am Pool
Tag 8 ☕ Letztes Frühstück in Athen
🛍️ Souvenirs kaufen
✈️ Heimreise

Unser Tipp: Plane für diese Rundreise mindestens acht Tage ein. So kannst du die wichtigsten Highlights ohne Stress entdecken und hast trotzdem genügend Zeit, zwischendurch einfach mal das griechische Leben zu genießen.

Warum wir Nafplio als Ausgangspunkt gewählt haben

Viele starten ihre Rundreise direkt in Athen und fahren jeden Tag weiter. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden.

Statt ständig den Koffer neu zu packen, haben wir vier Nächte in Nafplio verbracht und von dort aus die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des nordöstlichen Peloponnes erkundet.

Nafplio ist einer dieser Orte, bei denen man schon nach wenigen Minuten das Gefühl hat, angekommen zu sein.
Zwischen weißen Häusern hängen pinke Bougainvillea über den Balkonen, Katzen schlafen im Schatten und aus jeder zweiten Taverne riecht es nach gegrilltem Halloumi und frischem Oregano.

Abends erwacht die Stadt erst richtig zum Leben. Ein Spaziergang entlang der Hafenpromenade gehört für uns genauso dazu wie ein Glas Wein mit Blick aufs Meer.

Für uns ist Nafplio definitiv einer der schönsten Orte auf dem Peloponnes.

Rundreise Peloponnes Nafplio
Renoviertes Ferienhäuschen in der Altstadt von Nafplio

Mietwagen am Flughafen Athen übernehmen

Nach unserer Landung in Athen haben wir direkt unseren Mietwagen am Flughafen übernommen.

Das funktioniert völlig unkompliziert und spart unglaublich viel Zeit. Bereits nach kurzer Zeit bist auf dem Weg Richtung Peloponnes.

Die Fahrt nach Nafplio dauert etwa zwei Stunden und führt größtenteils über gut ausgebaute Straßen. Auf der Autobahn musst du etwa 4-5 Mautstationen passieren. Die Maut kostet je nach Abschnitt zwischen 2,30€ -2,80€. Dafür sind die Straßen super!

Gerade wenn du mehrere antike Stätten besuchen möchtest, würden wir einen Mietwagen jederzeit empfehlen. Viele der schönsten Orte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer oder gar nicht erreichbar.

Wir buchen unsere Mietwägen immer über Check24* 


Unsere Unterkunft in Nafplio

Während unseres Aufenthalts haben wir im Nalia Suites* übernachtet.

Die Unterkunft liegt angenehm ruhig und trotzdem nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt. Besonders gut gefallen haben uns die modernen Zimmer und die geschmackvolle Einrichtung. Frühstücken konnten wir a la carte im Restaurant welches sich im Erdgeschoss des Gebäudes befindet.

Gerade für mehrere Nächte ist das Hotel ein perfekter Ausgangspunkt für die täglichen Ausflüge.


Nafplio – einer der schönsten Küstenorte Griechenlands

Die Mischung aus venezianischer Architektur, kleinen Boutiquen, gemütlichen Tavernen und der wunderschönen Uferpromenade macht die Stadt unglaublich charmant.

Hier solltest du dir unbedingt Zeit nehmen und einfach ohne Plan durch die Gassen schlendern. Genau dabei entdeckt man die schönsten Ecken.


Die Altstadt von Nafplio

Das Herzstück der Stadt ist die wunderschöne Altstadt.

Bunte Fensterläden, Natursteinfassaden, kleine Innenhöfe und überall blühende Pflanzen sorgen für eine richtig gemütliche Atmosphäre.

An fast jeder Ecke findest du kleine Cafés oder Tavernen, in denen du typisch griechisch essen kannst.

Unser Tipp:

Steh morgens etwas früher auf. Dann hast du die Gassen fast für dich allein und kannst die Stadt in aller Ruhe genießen.


Die Festung Palamidi

Über Nafplio thront die imposante Festung Palamidi.

Schon von unten wirkt sie beeindruckend. Noch beeindruckender wird es allerdings, wenn du oben angekommen bist.

Von der Festung hast du einen fantastischen Blick über Nafplio, das Meer und die vorgelagerte Insel mit der Festung Bourtzi.

Wer gut zu Fuß ist, kann die berühmten rund 900 Stufen hinaufsteigen. Du kannst die Festung aber auch mit dem Auto erreichen.

Information Details
Öffnungszeiten 08:00 bis 19:30 Uhr
Eintritt 20 €
Besuchsdauer etwa 2 Stunden

Der Uhrenturm von Nafplio

Etwas oberhalb der Altstadt befindet sich der Uhrenturm.

Der kleine Aufstieg lohnt sich vor allem zum Sonnenuntergang.

Von hier oben hast du einen wunderschönen Blick über die roten Dächer der Altstadt bis hinaus aufs Meer und die Berge.

Rundreise Peloponnes Nafplio
Blick auf die Stadt vom Uhrenturm

Mit der Bimmelbahn durch Nafplio

Falls du dir zunächst einen Überblick verschaffen möchtest, empfehlen wir dir eine Fahrt mit der kleinen Touristenbahn.

Sie startet direkt am Hafen und fährt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Gerade am ersten Tag fanden wir das eine entspannte Möglichkeit, Nafplio kennenzulernen.

Information Details
Fahrzeiten je nach Saison und Wochentag wechselnd, Infotafel am Hafen
Ticket 5 €
Fahrtdauer 20 Minuten

Der Bayerische Löwe – warum mitten in Griechenland ein Löwe aus Bayern steht

Als wir plötzlich vor einem riesigen steinernen Löwen standen, waren wir zunächst ziemlich überrascht.

Was hat Bayern mitten auf dem Peloponnes verloren? Die Antwort führt zurück ins 19. Jahrhundert.

Nachdem Griechenland unabhängig geworden war, wurde König Otto von Bayern der erste König Griechenlands. Damals war Nafplio sogar die Hauptstadt des Landes.

Der Bayerische Löwe erinnert an diese besondere Verbindung zwischen Griechenland und Bayern und wurde zum Gedenken an die bayerischen Soldaten errichtet.

Ein spannendes Stück Geschichte, mit dem wir hier überhaupt nicht gerechnet hätten.


Das musst du in Griechenland unbedingt probieren: Meze

Falls du noch nie in Griechenland warst, wirst du ziemlich schnell auf den Begriff Meze stoßen.

Bestell sie unbedingt!

Meze sind viele kleine Gerichte, die in die Mitte des Tisches gestellt und gemeinsam gegessen werden, genau wie die spanischen Tapas.

Mal kommen gegrillter Halloumi, Tzatziki, Dolmadakia, gebratene Auberginen oder Saganaki auf den Tisch, mal frischer Oktopus oder Garnelen.

Gerade dadurch kannst du unglaublich viele verschiedene Spezialitäten probieren.

Für uns gehören Meze zu den schönsten kulinarischen Erlebnissen in Griechenland.

Denn Essen bedeutet hier nicht einfach satt werden.

Es bedeutet Zeit miteinander verbringen, Reden, Lachen und am Ende wahrscheinlich viel mehr bestellen, als man eigentlich essen wollte.

Genau so muss Urlaub sein.

Tag 2: Mykene, Heraion von Argos & versunkene Ruinen bei Epidaurus

Nach unserem ersten entspannten Abend in Nafplio wurde es Zeit für die ersten großen Highlights unserer Rundreise.

Über 3.000 Jahre Geschichte, beeindruckende Königsgräber und zum Abschluss ein echter Geheimtipp, den wir eher durch Zufall entdeckt haben.

Die Strecke lässt sich wunderbar an einem Tag fahren und verbindet antike Kultur mit einem erfrischenden Bad im Meer.

Mykene – auf den Spuren einer der mächtigsten Hochkulturen Europas

Fahrzeit von Nafplio: ca. 30 Minuten

Schon die Fahrt nach Mykene dauert keine halbe Stunde. Perfekt also für einen entspannten Start in den Tag.

Als wir durch das berühmte Löwentor liefen, war sofort klar, warum Mykene zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die riesigen Steinblöcke, die gewaltigen Festungsmauern und die jahrtausendealte Geschichte sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.

Hier befand sich einst das Zentrum der mykenischen Kultur, die zwischen dem 16. und 12. Jahrhundert v. Chr. den östlichen Mittelmeerraum prägte. Der Legende nach regierte hier sogar König Agamemnon, der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg.

Ob das wirklich stimmt, weiß heute niemand. Beeindruckend ist der Ort aber allemal.

Das solltest du dir in Mykene unbedingt ansehen

  • das berühmte Löwentor
  • die Königsgräber
  • die mächtigen Zyklopenmauern
  • den ehemaligen Königspalast
  • den Rundblick über die gesamte Ebene von Argolis

Gerade der Weg hinauf zur ehemaligen Palastanlage lohnt sich. Von dort oben hast du einen wunderschönen Blick über die Landschaft und bekommst erst richtig ein Gefühl dafür, wie strategisch dieser Ort gewählt wurde.

Löwentor in Mykene auf der Peloponnes in Griechenland
Das berühmte Löwentor ist der Haupteingang in das antike Mykene

Unser Tipp: Nutze unbedingt die kostenlose Audioguide-App

Bevor du das Gelände betrittst, solltest du dir unbedingt die Audioguide-App herunterladen.

An vielen Stationen findest du kleine Nummern. Über die App kannst du dir dann genau die passende Erklärung anhören.

Dadurch wirkt die Ausgrabungsstätte gleich viel lebendiger und du verstehst viel besser, welche Gebäude früher einmal hier standen.

Wir fanden das deutlich spannender, als einfach nur zwischen alten Steinen hindurchzulaufen.


Das Schatzhaus des Atreus nicht vergessen!

Viele Besucher verlassen Mykene nach dem Rundgang wieder.

Nur wenige hundert Meter unterhalb der Ausgrabungsstätte befindet sich das sogenannte Schatzhaus des Atreus.

Von außen sieht es zunächst unscheinbar aus.

Sobald du jedoch durch den langen steinernen Gang gehst und plötzlich vor der riesigen Kuppelkammer stehst, wirst du verstehen, warum dieser Ort so berühmt ist.

Die gewaltige Grabkammer stammt ebenfalls aus der mykenischen Zeit und gehört bereits zum Eintrittsticket.

Viele Touristen lassen sie aus, obwohl sie für uns fast genauso beeindruckend war wie die eigentliche Ausgrabungsstätte.

Mykene Peloponnes Schatzkammer Artreus
Der Eingang zur Schatzkammer des Atreus

Öffnungszeiten und Eintritt

Information Details
Öffnungszeiten 08:30 bis 15:30 Uhr
Eintritt 20 €
Besuchsdauer etwa 2 bis 3 Stunden

Mein Tipp: Komm möglichst früh am Morgen. Dann ist es noch angenehm kühl und deutlich leerer als am Mittag.


Heraion von Argos – kaum bekannt und trotzdem absolut sehenswert

Auf dem Rückweg Richtung Küste liegt ein Ort, den viele Reisende einfach links liegen lassen.

Das Heraion von Argos.

Dabei lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp definitiv.

Die antike Tempelanlage war einst der Göttin Hera gewidmet und gehörte zu den wichtigsten Heiligtümern Griechenlands.

Heute sind zwar nur noch Ruinen erhalten, trotzdem hat der Ort eine ganz besondere Atmosphäre.

Vielleicht gerade deshalb, weil hier kaum Besucher unterwegs sind. Während wir durch die Überreste liefen, waren wir fast alleine.

Das Beste daran: Der Eintritt ist kostenlos.

Selbst wenn du nur 20 oder 30 Minuten Zeit hast, würden wir hier unbedingt anhalten.


Ein echter Geheimtipp: Die versunkenen Ruinen bei Epidaurus

Etwa eine Stunde von Mykene entfernt befinden sich die versunkenen Ruinen von Epidaurus.

Hier liegen antike Mauern direkt unter der Wasseroberfläche. Du kannst sie beim Schnorcheln aus nächster Nähe entdecken.

Und das völlig kostenlos.

Als wir an den versunkenen Ruinen ankamen, standen wir erst einmal völlig ratlos am Strand. ‚Wo sollen die denn genau sein?‘ Bis wir plötzlich sahen, dass immer mehr Menschen mit Schnorchel genau an derselben Stelle ins Wasser gingen.

Da mussten wir natürlich hinterher.

Und tatsächlich: Direkt unter der Wasseroberfläche tauchten plötzlich alte Mauern, Fundamente und Überreste einer antiken Siedlung auf.

Ein wirklich unglaubliches Gefühl.


So findest du die Ruinen

❌ Gib nicht die versunkenen Ruinen ins Navi ein.

Dann landest du oft an der falschen Stelle.

✅ Gib stattdessen die Athina Tavern ein (bietet sich auch wunderbar zum Mittagessen an).

Von dort aus gehst du einfach Richtung Wasser und hältst Ausschau nach den Menschen mit Schnorchel.

Genau dort befinden sich die Ruinen.


Lohnt sich Schnorchelausrüstung?

Definitiv!

Falls du ohnehin eine Schnorchelmaske dabeihast, solltest du sie unbedingt mitnehmen.

Das Wasser ist glasklar und die antiken Mauern sind erstaunlich gut zu erkennen. Selbst wer normalerweise nicht schnorchelt, wird hier garantiert Spaß haben.

Pack unbedingt Badeschuhe ein! Der Strand ist ziemlich steinig und wir haben schnell gemerkt, dass der Weg ins Wasser barfuß deutlich weniger Spaß macht. 😄

 

Tag 3: Ein riesiges Sinkloch, eine Höhle am Meer und zwei traumhafte Strände

Nach dem geschichtsträchtigen Vortag stand heute ein etwas entspannterer Ausflug auf dem Programm. Statt antiker Tempel und Ausgrabungsstätten erwarteten uns beeindruckende Naturwunder, eine der ältesten bewohnten Höhlen Europas und zwei wunderschöne Strände, an denen wir am liebsten den ganzen Tag geblieben wären.

Gerade dieser Tag zeigt, wie abwechslungsreich der Peloponnes ist. Innerhalb weniger Stunden wechselst du von einer riesigen Doline über spektakuläre Felslandschaften bis hin zu glasklarem Wasser und einsamen Buchten.

Doline von Didima – ein riesiges Loch

Fahrzeit von Nafplio: ca. 1 Stunde

Die Doline von Didima entstand vor vielen Jahrhunderten durch den Einsturz einer unterirdischen Höhle. Zurück blieb dieses gewaltige kreisrunde Sinkloch, das heute zu den außergewöhnlichsten Naturphänomenen auf dem Peloponnes zählt.

Das Beste daran? Du kannst einfach hineinlaufen!

Über einen kurzen Weg gelangst du in das Innere der Doline. Dort erwartet dich eine kleine Kapelle, die sich perfekt in die beeindruckende Felskulisse einfügt.

Diese Kombination aus gewaltigen Felswänden und einem kleinen Gotteshaus wirkt fast surreal.

Doline von Didima auf der Peloponnes in Griechenland
Aussicht von oben in die Doline von Didima

Eintritt und Besuch

Information Details
Eintritt kostenlos
Besuchsdauer ca. 30  Minuten
Parkplätze kostenlos direkt am Eingang

Mein Tipp: Komm möglichst vormittags hierher. Dann liegt die Kapelle oft noch im schönen Licht und du hast die Doline häufig fast für dich allein.

Doline von Didima auf der Peloponnes in Griechenland
Doline von Didima auf der Peloponnes in Griechenland

Weiter zur Franchthi-Höhle

Nach unserem Besuch in Didima ging es noch etwa 15 Minuten weiter Richtung Küste. Unser nächstes Ziel war die Franchthi-Höhle.

Sie gilt als eine der bedeutendsten prähistorischen Höhlen Europas. Archäologen fanden hier Spuren menschlicher Besiedlung, die mehr als 30.000 Jahre zurückreichen.

Allein dieser Gedanke ist schon beeindruckend.


Ganz wichtig: Nicht direkt die Höhle ins Navi eingeben!

Wenn du einfach „Franchthi Cave“ ins Navi eingibst, wirst du häufig auf die falsche Seite der Felsen geführt.

Von dort aus ist die Höhle nach unserem Kenntnisstand nicht zugänglich.

Deshalb unser wichtigster Tipp:

✅ Gib stattdessen den Lampayanna Beach als Ziel ein.

Von dort findest du Hinweisschilder zur Höhle.


Der kleine Küstenweg zur Höhle

Schon der Weg zur Höhle war für uns ein echtes Highlight. Ein schmaler Pfad führt vom Strand direkt am Meer entlang.

Links ragen die Felsen empor, rechts glitzert das türkisblaue Wasser. Immer wieder bleiben wir stehen, um die Aussicht zu genießen.

Der Weg ist nicht besonders lang, führt aber stellenweise über Felsen, deshalb würden wir dir unbedingt festes Schuhwerk empfehlen.

Mit Flip-Flops dürfte der Spaziergang schnell zur Rutschpartie werden.

Wanderweg zur Franchthi Höhle Griechenland Peloponnes
Küstenweg zur Höhle von Franchthi

Die Franchthi-Höhle

Am Ende des Weges erreichst du schließlich den Eingang der Höhle. Direkt vor der Höhle hast du einen wunderschönen Blick über das Meer.

Mit etwas Fantasie kannst du dir vorstellen, wie Menschen hier bereits vor Zehntausenden von Jahren lebten und den geschützten Platz als Zuhause nutzten.

Ein faszinierender Ort, der Geschichte und Natur perfekt miteinander verbindet.


Franchthi höhle Peloponnes Griechenland
Die Franchthi Höhle

Eintritt

Der Besuch der Franchthi-Höhle ist kostenlos.


Lampayanna Beach – ein fast menschenleerer Traumstrand

Nachdem wir die Höhle besucht hatten, mussten wir natürlich sofort ins Wasser.

Der Lampayanna Beach liegt direkt am Ausgangspunkt des Wanderwegs und war für uns eine der schönsten Überraschungen der gesamten Reise.

Der Strand besteht aus einer Mischung aus Kies und Sand.

Das Wasser? Kristallklar.

Und obwohl wir im Juni unterwegs waren, lagen hier nur wenige andere Besucher.

Einfach das Handtuch ausbreiten, ins Wasser springen und den Moment genießen.

Mehr braucht es manchmal gar nicht.

Strand bei der Franchthi Höhle Peloponnes Griechenland Rundreise
Der Lampayanna Strand

Paralia Lepitsa – flach abfallender Sandstrand mit Beachbar

Falls du nach dem Lampayanna Beach noch nicht genug vom Meer hast, solltest du unbedingt noch einen kurzen Abstecher zum Paralia Lepitsa machen.

Der Strand liegt nur wenige Minuten entfernt.

Im Gegensatz zum Lampayanna Beach findest du hier einen breiten Sandstrand mit flach abfallendem Wasser.

Ideal also auch für Familien mit Kindern.

Während der Lampayanna Beach eher ruhig und naturbelassen wirkt, bietet Paralia Lepitsa etwas mehr Infrastruktur.

Hier findest du:

  • eine Beachbar
  • Sonnenliegen und Sonnenschirme
  • ein Restaurant direkt am Strand
  • ausreichend Parkplätze

Trotzdem hatten wir nie das Gefühl, dass es überlaufen wäre. Gerade im Juni war die Atmosphäre angenehm entspannt.


Welcher Strand hat uns besser gefallen?

Ganz ehrlich?

Das ist gar nicht so einfach.

Der Lampayanna Beach wirkt ursprünglicher und deutlich ruhiger.

Paralia Lepitsa punktet dagegen mit seinem feinen Sandstrand und den gemütlichen Liegen.

Wenn du genügend Zeit hast, würden wir einfach beide besuchen.

Sie liegen so nah beieinander, dass sich das problemlos kombinieren lässt.


Tag 4: Lohnt sich Sparta wirklich? Unsere ehrliche Meinung

Fahrzeit von Nafplio: ca. 1 Stunde 50 Minuten

Als wir morgens in Nafplio losfuhren, waren wir ziemlich gespannt.

Sparta gehört schließlich zu den berühmtesten Städten der Welt. Jeder kennt die Geschichte von König Leonidas und den 300 Spartanern.

Umso größer war unsere Erwartung. Nach knapp zwei Stunden Fahrt erreichten wir schließlich das moderne Sparta.

Und wir sagen es direkt vorweg:

Allein wegen Sparta würden wir die lange Anfahrt wahrscheinlich nicht noch einmal auf uns nehmen.

Bevor du jetzt überrascht bist, lies unbedingt weiter. Denn nur zehn Minuten entfernt wartet mit Mystras eines der schönsten Highlights unserer gesamten Peloponnes Rundreise.


Parken in Sparta

Wir haben unser Auto in der Nähe der Statue von König Leonidas abgestellt.

Dort gibt es mehrere kostenlose Parkplätze und du kannst anschließend alles bequem zu Fuß erkunden.

Von hier aus erreichst du sowohl die Statue als auch die archäologische Ausgrabungsstätte innerhalb weniger Minuten.


Die Statue von König Leonidas

Natürlich durfte ein Foto mit der berühmtesten Persönlichkeit Spartas nicht fehlen.

Die Statue zeigt Leonidas in voller Rüstung mit Speer und Schild.

Auch wenn sie keine antike Statue ist, gehört sie für viele Besucher einfach zum Pflichtprogramm.

Vor allem Fans der Geschichte oder des Films 300 werden diesen Ort wahrscheinlich sofort wiedererkennen.

Statue des Leonidas Sparta Griechenland
Statue des Leonidas

Die archäologische Stätte von Sparta

Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die antike Ausgrabungsstätte.

Hier kannst du kostenlos durch die Überreste des ehemaligen Spartas spazieren.

Zu sehen sind unter anderem:

  • die Reste der antiken Agora
  • die Akropolis von Sparta
  • mehrere Grundmauern antiker Gebäude
  • Aussichtspunkte über das Eurotas-Tal

Besonders gut gefallen hat uns der Weg oberhalb der Akropolis. Von dort blickst du auf die umliegenden Berge und die weite Landschaft Lakoniens.

Allein für diese Aussicht lohnt sich der kleine Aufstieg.

Sparta Griechenland Blick auf die Berge
Aussicht in Sparta auf die umliegenden Berge

Eintritt und Besuch

Information Details
Eintritt kostenlos
Besuchsdauer ca. 1 Stunde
Parkplätze kostenlos

Unser persönliches Fazit zu Sparta

Vielleicht waren unsere Erwartungen einfach zu hoch.

Wenn man den Namen Sparta hört, stellt man sich riesige Tempel, monumentale Bauwerke oder spektakuläre Ruinen vor.

Tatsächlich sind heute aber nur noch vergleichsweise wenige Überreste erhalten.

Deshalb würden wir sagen:

Falls du ohnehin nach Mystras fährst, solltest du Sparta unbedingt mitnehmen.

Nur für Sparta alleine würden wir die fast zweistündige Anfahrt allerdings nicht empfehlen.


Mystras – eine der beeindruckendsten Ruinenstädte Griechenlands

Fahrzeit von Sparta: ca. 10 Minuten. | Fahrzeit von Nafplio: ca. 2 Stunden

Ganz ehrlich? Mit Mystras hatten wir vorher gar nicht so große Erwartungen.

Am Ende war es für uns jedoch eines der absoluten Highlights der gesamten Rundreise.

Während Sparta eher durch seine Geschichte beeindruckt, kannst du in Mystras tatsächlich noch durch eine komplette mittelalterliche Stadt laufen.

Zwischen alten Kirchen, Klöstern, Palästen und Festungsmauern fühlt es sich fast so an, als würdest du mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit reisen.

Keine Sorge, du musst die Eingänge nicht lange suchen. Sobald du durch den Ort Mystras fährst, ist der Weg zur archäologischen Stätte gut ausgeschildert. Folge einfach den Hinweisschildern.


Ausblick auf Mystras Griechenland Pelpopnnes Rundreise
Ausblick auf den Palast (links) und die Festung (rechts oben) in Mystras

Was ist Mystras?

Mystras entstand im 13. Jahrhundert als byzantinische Festungsstadt.

Später entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten kulturellen Zentren Griechenlands.

Heute gehört die Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Gelände ist riesig und verteilt sich über einen gesamten Berghang.

Deshalb solltest du ausreichend Zeit einplanen.


Das erwartet dich in Mystras

Während deines Rundgangs entdeckst du unter anderem:

  • die mächtige Festung auf dem Gipfel
  • den ehemaligen Palast der Despoten
  • mehrere wunderschöne byzantinische Kirchen
  • zwei Klöster
  • zahlreiche Wohnhäuser und Ruinen
  • ein kleines, sehr modern gestaltetes Museum

Besonders überrascht hat uns das Museum.

Hier werden unter anderem originale byzantinische Gewänder, Alltagsgegenstände und religiöse Kunstwerke ausgestellt.

Die Ausstellung ist modern gestaltet und bietet einen spannenden Einblick in das Leben der damaligen Zeit.

Palast  Mystras Peloponnes Griechenland
Palast von Mystras in welchem sich das Museum befindet.

Die Festung von Mystras

Wer gut zu Fuß ist, sollte unbedingt bis ganz nach oben laufen.

Ja, der Weg ist anstrengend.

Gerade im Sommer kommst du dabei ordentlich ins Schwitzen.

Aber glaub uns: Es lohnt sich.

Von der Festung hast du einen fantastischen Blick über die gesamte Ebene Spartas bis hin zu den Bergen des Taygetos.

Für uns war das einer der schönsten Ausblicke der gesamten Rundreise.

Mystras Festung Peloponnes Griechenland
Der höchste Punkt in Mystras, die Festung.

Zwei Eingänge – so planst du deinen Besuch richtig

Das Gelände besitzt zwei verschiedene Eingänge.

Oberer Eingang

Hier erreichst du direkt die Festung.

Perfekt, wenn du zuerst den anstrengendsten Teil erledigen möchtest.

Unterer Eingang

Von hier gelangst du zum Palast, den Kirchen, den Klöstern und dem Museum.

Das Praktische:

Du kannst während deines Besuchs problemlos mit dem Auto zwischen beiden Eingängen wechseln, kannst aber auch das ganze Gelände über einen Eingang erreichen.


Eintritt und Öffnungszeiten

Information Details
Eintritt 20 €
Besuchsdauer 3 bis 4 Stunden
Öffnungszeiten Saisonabhängig – aktuelle Zeiten vor der Reise prüfen

Mein Tipp: Nimm unbedingt ausreichend Wasser mit. Auf dem Gelände gibt es nur wenig Schatten und im Sommer wird es schnell sehr heiß.


Gute Schuhe sind hier Pflicht

Im Gegensatz zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Peloponnes läufst du in Mystras häufig über unebene Steinwege, alte Treppen und Kopfsteinpflaster.

Mit Turnschuhen oder Wanderschuhen bist du deutlich entspannter unterwegs als mit Sandalen oder Flip-Flops.


Unser persönliches Fazit zu Mystras

Für uns gehört Mystras ohne Zweifel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf dem gesamten Peloponnes.

Die Mischung aus Geschichte, Natur und den traumhaften Ausblicken macht diesen Ort wirklich einzigartig.

Wenn du auf deiner Rundreise nur Zeit für eine große historische Anlage hast, würden wir dir Mystras sogar eher empfehlen als Sparta.

Hier bekommt man viel besser das Gefühl, wie das Leben damals tatsächlich ausgesehen haben könnte.


Unser Fazit zu Tag 4

Der vierte Tag unserer Rundreise war deutlich geschichtslastiger als die vorherigen.

Sparta fanden wir interessant, allerdings vor allem wegen seiner Geschichte.

Der eigentliche Star des Tages war für uns ganz klar Mystras.

Die riesige Anlage, die gut erhaltenen Gebäude und die fantastische Aussicht haben uns nachhaltig beeindruckt.

Wenn du genügend Zeit hast, solltest du für diesen Ausflug unbedingt einen ganzen Tag einplanen.


Tag 5: Antikes Korinth, Acrocorinth und der spektakuläre Kanal von Korinth

Heute heißt es langsam Abschied nehmen vom Peloponnes.

Doch bevor wir zurück nach Athen fahren, stehen noch drei absolute Highlights auf dem Programm. Zuerst besuchen wir das antike Korinth, anschließend die mächtige Festung Acrocorinth und zum Abschluss den beeindruckenden Kanal von Korinth.

Gerade diese Kombination eignet sich perfekt für den letzten Tag deiner Rundreise und die Fahrt nach Athen.


Antikes Korinth – eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Griechenlands

Fahrzeit von Nafplio: ca. 1 Stunde

Nach etwa einer Stunde erreichen wir das antike Korinth.

Schon beim Betreten der Ausgrabungsstätte wird schnell klar, welche Bedeutung diese Stadt einst hatte. Korinth gehörte zu den wichtigsten Handelszentren der Antike und war aufgrund seiner Lage zwischen dem Ionischen und dem Ägäischen Meer ein bedeutender Knotenpunkt.

Heute kannst du durch die Überreste dieser einst mächtigen Stadt spazieren und dir vorstellen, wie hier vor mehr als 2.000 Jahren das Leben aussah.

Rundreise Peloponnes Acrocorinth Korinth
Blick von Korinth auf dem Berg Akrokorinth

Der Apollontempel – das Wahrzeichen von Korinth

Das bekannteste Bauwerk der Anlage ist der imposante Apollontempel.

Sieben mächtige Säulen stehen heute noch und erinnern daran, wie eindrucksvoll der Tempel einst gewesen sein muss.

Obwohl nur ein kleiner Teil erhalten geblieben ist, zählt er zu den ältesten dorischen Tempeln Griechenlands.

Von hier hast du außerdem einen wunderschönen Blick hinauf zur Festung Acrocorinth, die hoch über der Stadt auf einem Berg thront.


Das Museum von Korinth

Im Eintrittspreis ist auch das kleine archäologische Museum enthalten.

Zu sehen sind unter anderem:

  • antike Statuen
  • Mosaike
  • Keramiken
  • Inschriften
  • Alltagsgegenstände aus dem antiken Korinth

Dadurch bekommst du einen viel besseren Eindruck davon, wie das Leben damals ausgesehen hat.

antike Statuen in Korinth, Griechenland
ausgestellte Statuen im Museum im Museum des antiken Corinth

Unser Tipp: Nutze wieder die Audioguide-App

Falls du bereits in Mykene die kostenlose Audioguide-App genutzt hast, kannst du sie auch hier wieder verwenden.

Über das gesamte Gelände verteilt findest du nummerierte Stationen.

Einfach die entsprechende Nummer auswählen und schon erhältst du spannende Hintergrundinformationen zu den einzelnen Gebäuden.

Dadurch wird der Rundgang deutlich lebendiger.


Eintritt und Öffnungszeiten

Information Details
Eintritt 15 €
Öffnungszeiten 08:00 bis 19:00 Uhr
Besuchsdauer ca. 2 Stunden

Acrocorinth – die mächtige Festung über Korinth

Nur wenige Minuten mit dem Auto vom antiken Korinth entfernt erhebt sich die Festung Acrocorinth.

Schon während der Fahrt nach oben wird klar, warum dieser Ort jahrhundertelang als uneinnehmbar galt.

Die Festung liegt auf einem über 570 Meter hohen Felsen und bietet einen fantastischen Rundumblick.


Der Aufstieg lohnt sich

Vom Parkplatz führt ein teilweise steiler Weg durch die alten Festungsmauern.

Gerade an warmen Tagen kommst du dabei ordentlich ins Schwitzen.

Aber spätestens oben angekommen, ist jede Anstrengung vergessen.

Vor dir liegt ein Panorama über den gesamten Isthmus von Korinth, das Meer und die umliegenden Berge.

Für uns war das einer der schönsten Aussichtspunkte der gesamten Rundreise.

Acrocorinth auf Peloponnes Griechenland
Ausblick von Acrocorinth auf die umliegenden Berge

Eine Festung mit bewegter Geschichte

Acrocorinth wurde über viele Jahrhunderte immer wieder erweitert.

Byzantiner, Franken, Venezianer und Osmanen hinterließen ihre Spuren.

Genau deshalb findest du hier ganz unterschiedliche Baustile und Bauwerke.

Während du durch die mächtigen Tore läufst, fühlt es sich fast so an, als würdest du durch mehrere Epochen gleichzeitig spazieren.


Eintritt

Der Besuch von Acrocorinth ist kostenlos. Allein deshalb würden wir dir den kurzen Abstecher unbedingt empfehlen.


Unser Tipp

Nimm ausreichend Wasser mit.

Auf dem Berg gibt es kaum Schatten und gerade im Sommer kann die Hitze schnell anstrengend werden.


Der Kanal von Korinth – kleiner als gedacht, aber unglaublich beeindruckend

Nach unserem Besuch in Acrocorinth machten wir uns langsam auf den Weg Richtung Athen.

Etwa zehn Minuten später erreichten wir bereits den berühmten Kanal von Korinth.

Und obwohl wir vorher schon unzählige Bilder gesehen hatten, war der erste Blick von der Brücke trotzdem beeindruckend.

Vor allem die Tiefe des Kanals wirkt in Wirklichkeit noch viel spektakulärer als auf Fotos.

Der Kanal verbindet den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf und trennt damit den Peloponnes vom griechischen Festland. Dadurch sparen Schiffe einen Umweg von mehr als 300 Kilometern.

Auch wenn heute vor allem kleinere Schiffe den Kanal nutzen, gehört er nach wie vor zu den bekanntesten Bauwerken Griechenlands.


So findest du den schönsten Aussichtspunkt

Viele Reisende fahren einfach über die Autobahn. Davon würden wir dir allerdings abraten, da du von dort vom Kanal kaum etwas mitbekommst.

Unser Tipp: Fahre stattdessen über die Landstraße.

Wir haben unser Auto in der Nähe des Oasis Restaurants geparkt. Dort stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Von dort aus erreichst du innerhalb weniger Minuten die Fußgängerbrücke die neben der Straße über den Kanal führt.


Beim Fotografieren gut festhalten 😉

Als wir auf der Brücke standen und nach unten blickten, wurde uns erst bewusst, wie schmal und gleichzeitig unglaublich tief der Kanal eigentlich ist.

Natürlich mussten sofort unzählige Fotos gemacht werden.

Dabei dachten wir beide nur: Bloß jetzt das Handy nicht fallen lassen! 😄

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort unten schon einige Smartphones gelandet sind.

Kanal von Korinth Griechenland
Ausblick von der Fußgängerbrücke über den Kanal von Korinth

Abschied vom Peloponnes – Weiterfahrt nach Athen

Nach unserem letzten Stopp am Kanal hieß es endgültig Abschied nehmen.

Vom Kanal von Korinth benötigst du etwa 1 Stunde und 20 Minuten bis zum Flughafen Athen, wo wir unseren Mietwagen zurückgegeben haben.

Danach stellte sich die nächste Frage:

Wie kommen wir jetzt am besten ins Zentrum von Athen?

Nach kurzer Recherche entschieden wir uns für die Metro. Der Flughafen ist über die blaue Metrolinie M3 direkt mit dem Stadtzentrum verbunden.

Du kannst bis zur Station Syntagma fahren und von dort bequem in andere Linien umsteigen.

Da unser Hotel in der Nähe des Omonia-Platzes lag, wechselten wir anschließend noch in die M2 bis zur Station Omonia.


Ticketpreise

Strecke Preis
Flughafen → Innenstadt 9 € pro Person

Gerade im Vergleich zu einem Taxi sparst du damit einiges an Geld. Die Preise für ein Taxi lagen bei etwa 50 – 60 €


Unser Fazit zu Tag 5

Dieser Tag war der perfekte Abschluss unserer Peloponnes Rundreise.

Das antike Korinth begeistert mit seiner spannenden Geschichte.

Acrocorinth belohnt dich mit einer der schönsten Aussichten der gesamten Reise.

Und der Kanal von Korinth ist ein Bauwerk, das man einfach einmal mit eigenen Augen gesehen haben sollte.


Athen – der perfekte Abschluss unserer Peloponnes Rundreise

Nach fünf Tagen auf dem Peloponnes tauschten wir kleine Küstenorte, einsame Strände und antike Ausgrabungsstätten gegen das pulsierende Leben der griechischen Hauptstadt.

Und was sollen wir sagen? Athen hat uns überrascht.

Vor unserer Reise hatten wir immer wieder gelesen, dass Athen laut, chaotisch und schmutzig sein soll. Deshalb waren unsere Erwartungen ehrlich gesagt nicht besonders hoch.

Doch schon nach den ersten Stunden merkten wir, dass die Stadt viel mehr zu bieten hat, als wir gedacht hätten.

Zwischen historischen Sehenswürdigkeiten, kleinen Gassen, gemütlichen Tavernen und modernen Rooftop-Bars entwickelte sich Athen für uns zu einem perfekten Abschluss unserer Rundreise.

Graffiti in Athen Griechenland
Streetart in den Straßen von Athen

Unser Hotel in Athen – Vision Omonia

Für unsere letzten drei Nächte entschieden wir uns für das Vision Omonia.

Ausschlaggebend war vor allem eines: Der Dachpool.

Nach mehreren Tagen voller Sightseeing freuten wir uns darauf, nachmittags einfach ein paar Stunden am Pool zu entspannen und dabei auf die Akropolis zu blicken.

Es gibt wohl kaum einen schöneren Ort, um einen langen Sightseeing-Tag ausklingen zu lassen.

Hotel in Athen Griechenland
Unser Dachpool in Athen im Hintergrund mit Blick auf die Acropolis.

Unsere Erfahrungen mit dem Hotel

Die Zimmer waren modern eingerichtet, sauber und angenehm groß.

Besonders gefallen hat uns jedoch die Dachterrasse mit dem Pool, einer kleinen Bar und Blick auf die Akropolis.

Gerade im Hochsommer würden wir jederzeit wieder ein Hotel mit Pool buchen. Nach mehreren Stunden in der Hitze Athens war das für uns echter Luxus.


Frühstück bis 13 Uhr – perfekt für Langschläfer

Falls du es mitbuchst, kannst du entweder im Restaurant im Erdgeschoss oder direkt auf der Dachterrasse frühstücken.

Das Beste: Das Frühstück wird bis 13 Uhr angeboten.

Perfekt also, wenn du morgens lieber etwas länger schläfst oder den Abend zuvor in einer Rooftop-Bar verbracht hast.

Ein weiterer Pluspunkt: Wasser stand den ganzen Tag kostenlos zur Verfügung.


Ist der Omonia-Platz wirklich so gefährlich?

Vor unserer Reise hatten wir unzählige Berichte gelesen.

Immer wieder wurde davor gewarnt, rund um den Omonia-Platz ein Hotel zu buchen, bzw sich dort aufzuhalten.

Natürlich waren wir deshalb zunächst etwas skeptisch.

Nach drei Tagen vor Ort können wir aber nur unsere persönliche Erfahrung schildern.

Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt.

Selbst als wir abends zu Fuß vom Zentrum zurück zum Hotel liefen, hatten wir nie das Gefühl, dass etwas passieren könnte.

Natürlich gilt wie in jeder Großstadt:

  • Wertsachen nicht offen herumtragen.
  • Auf Taschendiebe achten.
  • Den gesunden Menschenverstand einschalten.

Dann spricht aus unserer Sicht nichts gegen eine Unterkunft in diesem Viertel.


Ist Athen generell sicher?

Diese Frage wird unglaublich oft gestellt.

Und auch wir haben sie uns vor der Reise gestellt.

Unser Eindruck: Ja.

Das Stadtzentrum von Athen empfanden wir insgesamt als sicher.

Vor allem in den touristischen Vierteln wie Plaka, Monastiraki oder rund um die Akropolis waren bis spät in den Abend viele Menschen unterwegs.

Gerade deshalb fühlten wir uns dort sehr wohl.


Die Akropolis – das Wahrzeichen Griechenlands

Natürlich durfte das bekannteste Wahrzeichen Griechenlands auf unserer Reise nicht fehlen.

Schon von weitem erhebt sich die Akropolis über der Stadt.

Egal, in welchem Viertel wir unterwegs waren – früher oder später fiel unser Blick wieder auf diesen beeindruckenden Felsen.

Kein Wunder also, dass die Akropolis jedes Jahr Millionen Besucher anzieht.


Unser Tipp: Früh morgens oder kurz vor Schließung kommen

Falls du die Möglichkeit hast, solltest du deinen Besuch möglichst früh am Morgen planen.

Gerade im Sommer wird es bereits am Vormittag sehr heiß.

Außerdem ist die Akropolis dann deutlich leerer.

Wir würden dir außerdem empfehlen, die Tickets bereits vorab online zu buchen.

So sparst du dir lange Warteschlangen.


Was erwartet dich auf der Akropolis?

Während deines Rundgangs kommst du unter anderem an folgenden Bauwerken vorbei:

  • Parthenon
  • Erechtheion mit den berühmten Karyatiden
  • Propyläen
  • Tempel der Athena Nike

Alle Bauwerke gehören zu den bekanntesten antiken Monumenten der Welt.

Allein dafür lohnt sich eine Reise nach Athen.


Das Viertel Plaka – unser Lieblingsviertel in Athen

Wenn wir uns für einen einzigen Stadtteil entscheiden müssten, wäre es definitiv Plaka.

Kleine Gassen, Weiße Häuser, Bunte Fensterläden, Gemütliche Tavernen.

Genau so hatten wir uns Griechenland vorgestellt.

Hier solltest du dir unbedingt Zeit nehmen und einfach ohne Ziel durch die Straßen schlendern.

Die schönsten Ecken entdeckt man ohnehin meist zufällig.


Anafiotika – ein Stück Insel mitten in Athen

Mitten im Viertel Plaka versteckt sich einer unserer absoluten Lieblingsorte. Anafiotika.

Als wir plötzlich zwischen schneeweißen Häusern, engen Gassen und blauen Türen standen, fühlte es sich an, als wären wir auf einer kleinen Kykladeninsel gelandet.

Kaum zu glauben, dass sich dieser Ort mitten in einer Millionenstadt befindet.

Für uns war Anafiotika einer der schönsten Fotospots in ganz Athen.


Monastiraki – perfekt zum Bummeln

Nur wenige Minuten von Plaka entfernt liegt Monastiraki.

Hier findest du:

  • kleine Geschäfte
  • Souvenirläden
  • Cafés
  • Straßenmusiker
  • zahlreiche Restaurants

Vor allem am Abend herrscht hier eine ganz besondere Atmosphäre.

Überall sitzen Menschen draußen, Musik erklingt aus den Tavernen und im Hintergrund leuchtet die Akropolis.

Genau so stellt man sich einen Sommerabend in Griechenland vor.


Rooftop-Bars mit Blick auf die Akropolis

Falls du in Athen bist, solltest du dir mindestens einen Abend in einer Rooftop-Bar gönnen.

Mit einem Cocktail in der Hand auf die beleuchtete Akropolis zu schauen, gehört für uns definitiv zu den schönsten Erlebnissen der Reise.

Davon gibt es in Athen jede Menge.

Je später der Abend wird, desto beeindruckender wirkt die beleuchtete Akropolis.


Unser persönliches Fazit zu Athen

Athen hat uns wirklich überrascht.

Ja, die Stadt ist laut und sie ist lebendig.

Und ja, an manchen Stellen auch etwas chaotisch.

Aber genau das macht ihren Charme aus.

Zwischen antiken Tempeln, gemütlichen Tavernen, hippen Cafés und den verwinkelten Gassen von Plaka entwickelte sich Athen für uns zu einem Ort, an den wir jederzeit zurückkehren würden.

Gerade als Abschluss einer Peloponnes Rundreise können wir uns kaum eine bessere Stadt vorstellen.


Unser Fazit zur gesamten Peloponnes Rundreise

Wenn uns jemand fragen würde, ob sich eine Rundreise über den Peloponnes lohnt, müssten wir keine Sekunde überlegen.

Definitiv!

Kaum eine Region in Europa verbindet so viele unterschiedliche Eindrücke auf so engem Raum.

Innerhalb weniger Tage besuchst du jahrtausendealte Ausgrabungsstätten, mittelalterliche Festungen, versteckte Höhlen, einsame Strände und lebendige Städte.

Dabei waren es für uns oft gar nicht die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die in Erinnerung geblieben sind.

Sondern die kleinen Momente wie der erste Blick auf die versunkenen Ruinen unter Wasser, die Ruhe am Lampayanna Beach oder der Sonnenuntergang über Nafplio.

Wenn du Griechenland einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen möchtest, können wir dir diese Route von Herzen empfehlen.

Wir würden sie jederzeit wieder genauso fahren.


Unsere Highlights der Rundreise

❤️ Nafplio – unser Lieblingsort auf dem Peloponnes

🏛️ Mystras – die beeindruckendste historische Anlage

🤿 Die versunkenen Ruinen bei Epidaurus – unser absoluter Geheimtipp

🏖️ Lampayanna Beach – traumhaft klares Wasser und herrlich ruhig

🌅 Rooftop-Bar und Pool mit Blick auf die Akropolis

🍽️ Ganz viel Meze, griechische Gastfreundschaft und unvergessliche Sonnenuntergänge


 

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